Lexikon
Bangladesch
Ostpakistan
1947 entließen die Briten Indien in die Unabhängigkeit. Mit ihrem Rückzug ging eine Neuordnung des Subkontinents einher. Westbengalen wurde Indien zugeschlagen. Ostbengalen bildete als Ostpakistan gemeinsam mit Westpakistan den neuen muslimischen Staat Pakistan, dessen beide Landesteile aber durch mehr als 1600 km indisches Staatsgebiet voneinander getrennt waren. Neben dieser räumlichen Distanz führten in den folgenden Jahren auch kulturelle, sprachliche und besonders wirtschaftliche Differenzen zu wachsenden Spannungen zwischen den beiden Landesteilen. Als die Zentralregierung den Autonomieforderungen der von Mudschib ur-Rahman geführten Awami-Liga die Anerkennung verweigerte, sagte sich Ostpakistan von Pakistan los und proklamierte am 26. 3. 1971 den Staat Bangladesch.
Islamische Gemeinschaftskonferenz 1974
Islamische Gemeinschaftskonferenz 1974
Der Ministerpräsident von Bangladesh Mudschib ur-Rahman (Mitte) und der pakistanische Premierminister Zulfikar Ali Khan Bhutto (rechts) besuchen 1974 die Islamische Gemeinschaftskonferenz, die sich mit der Krise des Mittleren Ostens beschäftigt.
© Corbis/Bettmann/UPI
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