Lexikon
Bangladesch
Der junge Staat
Die Erhebung wurde zunächst von der Zentralregierung niedergeschlagen. Nach der Intervention indischer Truppen konnte sich zur Jahreswende 1971/72 die Autonomiebewegung behaupten und das souveräne Bangladesch errichten. Mudschib ur-Rahman wurde erster Premierminister. Die demokratischen Ansätze zu Beginn seiner Regierungszeit hatten nur kurz Bestand. Seit 1975 regierte er mit diktatorischen Vollmachten. Noch im selben Jahr wurde er vom Militär gestürzt. Bei den folgenden Machtkämpfen konnte sich schließlich General Zia ur-Rahman durchsetzen und – mit Hilfe der von ihm gegründeten Nationalist Party (BNP) – den schrittweisen Übergang zu einer Zivilregierung herbeiführen. 1981 wurde Zia von Putschisten ermordet. Sein Nachfolger Abdus Sattar wurde 1982 durch den Armeechef Hussein Mohammed Ershad abgelöst, der das unter Kriegsrecht stehende Land autoritär regierte. Anhaltende Massendemonstrationen unter Führung von Sheikh Hasina Wajed, einer Tochter Mudschib ur-Rahmans, und Khaleda Zias, der Witwe Zia ur-Rahmans, erzwangen 1990 seinen Rücktritt.
Wissenschaft
Verstopft
Viele deutsche Städte sind staugeplagt. Moderne Mobilitätsdienste, neue Technologien und künftig auch vernetzte autonome Fahrzeuge sollen das ändern. Doch was taugen die Konzepte? von MICHAEL VOGEL Bis morgens um sechs ist die Welt noch in Ordnung. Dann geht es los, an jedem Werktag und in fast allen größeren deutschen Städten:...
Wissenschaft
Im Steinzeit-Kanu auf großer Fahrt
Schon vor über 30.000 Jahren besiedelten Steinzeitmenschen die abgelegenen japanischen Ryukyu-Inseln. Doch wie konnten sie dorthin gelangen, obwohl die Inselgruppe durch eine der stärksten Meeresströmungen der Welt von anderen Landmassen getrennt ist? Mit Hilfe von experimenteller Archäologie haben Forschende demonstriert, dass...