Lexikon

Bangladesch

Fluch und Segen der Überschwemmungen

Da der Regen bringende Sommermonsun und die Hochwasser von Ganges und Brahmaputra, die Schmelzwasser aus dem Himalaya bringen, zur gleichen Jahreszeit einsetzen, kommt es regelmäßig zu Überflutungen. Ihnen verdankt das von zahlreichen Flussläufen und Mündungsarmen durchzogene Tiefland seine fruchtbaren Böden.
Durch zunehmendes Abholzen großer Waldflächen im Gebirge und der dadurch verursachten Bodenerosion werden jedoch mit den Fluten große Schlammmassen in die Tiefebene transportiert, so dass die Flüsse versanden. Vor allem während der Schneeschmelze im Hochgebirge können sie die gewaltigen Wassermassen nicht mehr aufnehmen und treten immer weiter über die Ufer. Wenn dann tropische Wirbelstürme (Zyklone), die über dem Golf von Bengalen entstehen, meterhohe Flutwellen ins Landesinnere treiben, kommt es immer wieder zu Hochwasserkatastrophen. Der unter dem Klimawandel beobachtete Anstieg des Meeresspiegels verschärft noch die Ausmaße der Katastrophen.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Vom Monsun geprägt
    2. Fluch und Segen der Überschwemmungen
  3. Bevölkerung
    1. Überbevölkerung als Kernproblem
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Dominierende Landwirtschaft
    2. Schlechte Rahmenbedingungen für die Industrie
    3. Verkehr zu Wasser
  7. Geschichte
    1. Bengalen
    2. Ostpakistan
    3. Der junge Staat
    4. Gefährdete Demokratie
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