Lexikon
Buchdruck
Gutenbergs Erfindung
Wohl unabhängig von den Entwicklungen in Ostasien unternahm Gutenberg ab 1436 in Straßburg und ab 1440 in Mainz Versuche mit frei zusammensetzbaren Metalltypen, die durch Stempel, Matritzen und Gießformen in identischer Gestalt und großer Zahl hergestellt werden konnten; u. a. druckte Gutenberg zwischen 1452 und 1456 ca. 180 Exemplare seiner berühmten Bibel. Die so erreichte Rationalisierung des Druckprozesses und die Verbindung mit dem Farbdruck trugen entscheidend zur raschen Verdrängung handgeschriebener oder mittels Tafeldruck hergestellter Bücher bei. An die Stelle des Unikats bzw. der manuell erstellten Abschrift trat eine in beliebiger Zahl (re)produzierbare Auflage; hiervon profitierte u. a. die Verbreitung reformatorischen Gedankenguts. Ein verändertes Leseverhalten (individuelles Stilllesen anstelle des Vorlesens), eine rasch zunehmende Alphabetisierung und die freie Zugänglichkeit eines zuvor elitären Wissens leitete eine Bildungsrevolution ein. Die Standardisierung von Büchern (Seitenzahlen, Inhaltsverzeichnisse, Register) beeinflusste auch die Methodik der neuzeitliche Wissenschaft. Die aus der überregionalen Verbreitung von Büchern resultierende Notwendigkeit einer Sprachnormierung trug entscheidend zur Verdrängung von Dialekten aus der Schriftsprache und somit zur Herausbildung der heutigen Nationalsprachen bei.
- Einleitung
- Frühe Vervielfältigungsmöglichkeiten
- Gutenbergs Erfindung
- Vom Hochdruck zum Digitaldruck
Wissenschaft
Sport pusht unser Gehirn auch noch am Folgetag
Bewegung ist gut für Körper und Geist. Da die positive Wirkung jedoch nicht lange anhält, müssen wir regelmäßig Sport treiben, um uns fit zu halten, so die gängige Annahme. Doch zumindest der Boost-Effekt, den Bewegung auf unser Gehirn und Gedächtnis hat, hält länger an als gedacht: rund 24 Stunden, wie eine neue Studie zeigt....
Wissenschaft
Mit Spannung und Thermik in die Lüfte
Winzig kleine und auch gar nicht so kleine Tiere können ohne Flügel prima viele Kilometer weit und hoch fliegen. Von THOMAS ZAUNER Es fliegt und fleucht in der Atmosphäre. Luftplankton muss nicht mikroskopisch klein sein. Insekten, Spinnen und anderes Kleingetier, das durch den Wind emporgehoben wird, zählen auch dazu. Wie bei...
Weitere Artikel aus dem Kalender
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Rauchfrei durchs Leben
Die Krux mit den Studien
Rauschende Raumzeit
Einbrechen im Dienste der Wissenschaft
Kleine Optimisten
Raubvögel der Dino-Ära