Wahrig Herkunftswörterbuch
Pappenheimer
Im Jahre 1631 tobte in Deutschland der Dreißigjährige Krieg. Der Feldherr des Kaisers Ferdinand II., Johann t'Serclaes Graf von Tilly, ließ die äußeren Mauern Magdeburgs besetzen, um die Stadt zur Aufgabe zu zwingen. Diese jedoch widersetzte sich längere Zeit, bis Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim, ein Reitergeneral des Kaisers, eingriff. Sein Kavallerieregiment, das als besonders mutig und ritterlich galt, wurde die Pappenheimer genannt. Graf zu Pappenheim, den Chronisten als einen Draufgänger beschreiben, wollte die Stadt unbedingt erstürmen. Der bedrängte Tilly ließ dies zu, worauf die Pappenheimer eindrangen und die Stadt verwüsteten. Schiller setzte diesem Regiment ein sprachliches Denkmal – er lässt einen weiteren kaiserlichen Feldherrn, den Herzog Wallenstein, in Wallensteins Tod (III, 15) sagen: „Daran erkenn ich meine Pappenheimer.“
Ursprünglich war dieser Ausspruch ein Ausdruck der Wertschätzung. Im Laufe der Zeit nahm das zu ich kenne meine Pappenheimer abgewandelte Zitat jedoch in der Umgangssprache eine andere, negative Bedeutung an, nämlich „ich weiß genau, was für einer du bist“ bzw. „ich weiß, was für Leute ihr seid“.
Ursprünglich war dieser Ausspruch ein Ausdruck der Wertschätzung. Im Laufe der Zeit nahm das zu ich kenne meine Pappenheimer abgewandelte Zitat jedoch in der Umgangssprache eine andere, negative Bedeutung an, nämlich „ich weiß genau, was für einer du bist“ bzw. „ich weiß, was für Leute ihr seid“.
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