Lexikon

Der "Schwarze Freitag" an der Börse in New York

Der "Schwarze Freitag" an der Börse in New York
In der Wiener "Neuen Freien Presse" berichtet ein Journalist von seinen Eindrücken vom "Schwarzen Freitag" (24. 10. 1929) an der New Yorker Börse, der den dramatischen Auftakt für die weltweit um sich greifende Wirtschaftskrise bildete:

"In den Büros der Börsenmakler löste eine aufregende Szene die andere ab. Zahlreiche Personen, besonders weibliche Spekulanten, fielen in Ohnmacht, als sie erfuhren, dass sie ihr Kapital verloren hatten. Verzweiflungs- und Wutausbrüche waren auf der Tagesordnung. Auch im Inseratenteil der Zeitungen machte sich bereits der Börsenzusammenbruch bemerkbar. Zahlreiche Luxusautomobile der teuersten ausländischen Marken und wertvoller Schmuck werden zum Verkauf angeboten von Leuten, die noch gestern Millionäre waren. Die Pfandleiher in ganz New York machten so gute Geschäfte wie noch nie zuvor und konnten besonders im Theaterviertel und in der Gegend von Manhattan den Andrang der Geldsuchenden kaum bewältigen ... Sogar in den Straßen der Stadt ist der Eindruck der Börsenkatastrophe deutlich bemerkbar. Überall sieht man verzweifelte und niedergeschlagene Gesichter."
Am 29. 11. berichtet ein Artikel in der "Neuen Züricher Zeitung" von den katastrophalen Folgen des Börsenkrachs für die verschiedensten Wirtschaftsmärkte in aller Welt.
"Die ersten weltwirtschaftlichen Rückwirkungen der New-Yorker Börsenkatastrophe sind mit unheimlicher Geschwindigkeit zu Tage getreten. Wall Street hatte das akute Stadium der Krise noch nicht einmal hinter sich, als schon Hunderte von Diamantenschleifern in Amsterdam sich von einem Tage auf den anderen auf das Pflaster geworfen sahen. ... Ungefähr zur gleichen Zeit, ... liefen im schweizerischen Jura die Telegramme ein, die die üblichen hohen amerikanischen Aufträge bei unserer Uhrenindustrie beschnitten ... Nicht weniger überraschend haben die New-Yorker Ereignisse das Hotelgeschäft an der Riviera verdorben ... Unter den asiatischen Staaten wird in erster Linie Japan die Wirkung einer verminderten amerikanischen Konsumtionskraft ernstlich zu spüren bekommen."
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