Wissensbibliothek

Worin unterscheiden sich Wiesenchampignon und Knollenblätterpilz?

In zwei Merkmalen: der Farbe der Lamellen und dem Vorhandensein oder Nichtvorhandensein der sog. Scheide. Der vor allem in Laubwäldern wachsende Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) gehört zu den giftigsten Pilzen. Sein hell- bis olivgrüner Hut mit der zart gefaserten Oberfläche ist an der Unterseite mit weißen oder blassgrünen Lamellen besetzt – ein sicheres Unterscheidungsmerkmal vom Wiesenchampignon, dessen Lamellen zunächst rosa, dann braun und schließlich schwarz sind. Der Hut sitzt beim grünen Knollenblätterpilz auf einem geraden Stiel, der einen großen, weißlichen Ring trägt. Der Stiel entspringt einer weißen, weichen Knolle, die von einer hautartigen, leicht grünlich gefärbten Scheide umgeben ist. Sie ist nur beim Knollenblätterpilz ausgebildet, beim Wiesenchampignon fehlt sie.

Übrigens: Es gibt leider keine allgemeine Regel, nach der man giftige von ungiftigen Pilzen unterscheiden könnte. Hinzu kommt, dass manche essbaren Arten giftige Doppelgänger haben, mit denen sie leicht zu verwechseln sind. Auch die weit verbreiteten Irrtümer, Schnecken und Würmer würden nur essbare Pilze befallen oder die Genießbarkeit ließe sich mit einem Silberlöffel, einer Zwiebel oder Knoblauch (die sich durch das Gift verfärben sollten) feststellen, hatten schon manches Mal fatale Folgen. Die geringste Gefahr geht von Röhrenpilzen aus, denn außer dem Satanspilz (Boletus satanas) gibt es in dieser Gruppe keine ernsthaft giftigen Pilze.

Mikroplastik aus Arterien-Plaque
Wissenschaft

Mikroplastik in verstopften Halsschlagadern gefunden

Mit unserer Nahrung und unserem Trinkwasser nehmen wir Tag für Tag winzige Plastikpartikel auf. Welche Auswirkungen dieses Mikro- und Nanoplastik in unserem Körper hat, ist bisher nur in Ansätzen bekannt. Eine Studie zeigt nun, dass sich die Plastikpartikel in den Ablagerungen in menschlichen Halsschlagadern anreichern können....

Wissenschaft

Frühwarnung vorm Bergsturz

Die Schweizer Berge stehen unter steter Beobachtung – erst recht nach dem Bergsturz von Blatten im Mai. Satelliten registrieren feinste Bewegungen im Gelände. Legen sie an Tempo zu, kommen weitere Techniken ins Spiel. Das soll die Menschen schützen. von CHRISTIAN BERNHART Als die rund 300 Bewohner des Dorfes Blatten im Walliser...

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