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Wie setzte der Mongolenfürst seinen Eroberungszug fort?
Unter dem Vorwand, die islamischen Sultane seien zu nachsichtig mit ihren hinduistischen Untertanen, brach Timur 1398 in Indien ein und wütete dort mordend und brandschatzend, so dass Zeitgenossen über Berge von Massakrierten berichteten. Die Armee des Sultans Mahmud Tughluq wurde vernichtet, die Hauptstadt Delhi vollkommen zerstört – ein Jahrhundert lang lag die Stadt in Ruinen. Als Zeichen seines Sieges ließ Timur in Samarkand die berühmte Moschee errichten. Sein letzter großer Feldzug führte ihn gegen die Mamelucken, Damaskus wurde geplündert, Bagdad 1401 erneut erobert. Ein Jahr später unterlag Sultan Bayazid bei Ankara und Smyrna wurde eingenommen. 1404 kehrte Timur schießlich nach Samarkand zurück, wo er Vorbereitungen zur Eroberung Chinas treffen wollte. Bereits auf dem Feldzug erkrankte er und starb 1405 in Chimkent, im heutigen Kasachstan. Er wurde einbalsamiert und in einem Ebenholzsarg in seinem Grabmal Gure Amir bestattet. Von ihm ging die Dynastie der Timuriden aus, die sich noch ein Jahrhundert lang hielt. Einer seiner Nachfahren, Babur, begründete 1526 die indische Mogul-Dynastie.
KI-Modelle erkennen Meinungen nicht zuverlässig
KI-Sprachmodelle sind darauf trainiert, Falschaussagen nicht unwidersprochen stehen zu lassen. In manchen Fällen – etwa im medizinischen oder juristischen Bereich – kann es allerdings wichtig sein, die subjektive Meinung einer Person als solche anzuerkennen, selbst wenn sie faktisch falsch ist. Doch damit haben einige KI-...
Flüsse setzen Jahrtausende altes CO2 frei
Flüsse sind ein wichtiges Element im globalen Kohlenstoffkreislauf. Auf ihrem Weg durch die Landschaft nehmen sie Kohlenstoff aus dem Boden auf und setzen ihn als Kohlendioxid und Methan in die Atmosphäre frei. Eine Studie zeigt nun, dass dieser Kohlenstoff zu großen Teilen seit Tausenden Jahren in der Erde gespeichert war – und...