Wissensbibliothek
Wie wurde Kapital zu Geld gemacht?
Das Kapital, insbesondere dessen Fähigkeit, durch Zinsen, Gewinne oder Pacht Einkommen zu erzielen, war von entscheidender Bedeutung. Das kirchliche Zinsverbot schränkte diese Möglichkeit zunächst noch ein, konnte aber auf verschiedenen Wegen umgangen werden: etwa durch Grundstückskauf mit anschließendem Rückkauf – in der Zwischenzeit kassierte der Käufer (Kreditgeber) eine Pacht. Außerdem bestand die Möglichkeit, einen jüdischen Geldverleiher aufzusuchen, für den das Zinsverbot nicht galt. Der Bedarf an Krediten wuchs besonders an Handelsknotenpunkten. Hier mussten Fremdwährungen gewechselt werden, und aus den Geldwechslern wurden Bankiers, die Kredite vergaben, Einlagen annahmen und ihren Kunden den örtlichen und überregionalen Zahlungsverkehr durch Kontobuchungen und Wechselbriefe erleichterten. Weil in der Lombardei (Oberitalien) ein besonders reger Handel herrschte, erhielten lombardische Kaufleute schließlich das Privileg, Geld gegen Zinsen zu verleihen.
Neue Einblicke in die Ursprünge unseres Gehörs
Säugetiere haben ein empfindliches Gehör, mit dem sie Töne und Geräusche einen breiten Frequenzbereich wahrnehmen können. Dafür sorgt das Mittelohr, dessen Trommelfell die Schallwellen aus der Luft aufnimmt und über die Gehörknöchelchen weiterleitet. Doch wann hat sich diese Struktur entwickelt? Eine Studie zeigt nun anhand von...
Fische auf Wanderschaft
Kompakte Wehre versperren vielen Fischen den Weg ins Laichgewässer. Durchlässige Rampen können ihnen wieder einen Zugang verschaffen. von KLAUS ZINTZ Das Wasser fließt schnell zwischen den großen Steinen der flachen Rampe hindurch, Luftblasen wirbeln ständig von der Oberfläche in tiefere Wasserschichten. Eine Bachforelle schwimmt...