Wissensbibliothek

Wie wurde Kapital zu Geld gemacht?

Das Kapital, insbesondere dessen Fähigkeit, durch Zinsen, Gewinne oder Pacht Einkommen zu erzielen, war von entscheidender Bedeutung. Das kirchliche Zinsverbot schränkte diese Möglichkeit zunächst noch ein, konnte aber auf verschiedenen Wegen umgangen werden: etwa durch Grundstückskauf mit anschließendem Rückkauf – in der Zwischenzeit kassierte der Käufer (Kreditgeber) eine Pacht. Außerdem bestand die Möglichkeit, einen jüdischen Geldverleiher aufzusuchen, für den das Zinsverbot nicht galt. Der Bedarf an Krediten wuchs besonders an Handelsknotenpunkten. Hier mussten Fremdwährungen gewechselt werden, und aus den Geldwechslern wurden Bankiers, die Kredite vergaben, Einlagen annahmen und ihren Kunden den örtlichen und überregionalen Zahlungsverkehr durch Kontobuchungen und Wechselbriefe erleichterten. Weil in der Lombardei (Oberitalien) ein besonders reger Handel herrschte, erhielten lombardische Kaufleute schließlich das Privileg, Geld gegen Zinsen zu verleihen.

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Wissenschaft

Die Suche nach dem heilsamen Gift

Zu den wirkungsvollsten Waffen von Tieren gehört Gift. Doch was hoch-dosiert tötet, kann niedrigdosiert medizinisch nutzen. In den vergangenen zehn Jahren wurden fast 30.000 dieser Substanzen neu erfasst. von CHRISTIAN JUNG Tiergifte zu erforschen, um medizinische Wirkstoffe und Therapeutika zu entdecken, ist aufwendig und teuer...

Wissenschaft

Bunte Lebenswelt in der Ostsee

Bei farbenfrohen Riffen denkt jeder an die Südsee – aber auch in der Ostsee gibt es sie. Und sie beherbergen viele Arten von Tieren und Pflanzen. von FREDERIK JÖTTEN Rote und grüne Algen-Fächer schwingen sanft in der Strömung, dazwischen sitzen gelbe Schwämme, bunte Fische schwimmen umher. Welch vielfältige Bilder eine...

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