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WAHRIG SYNONYMWöRTERBUCH

Gott und die Welt

Das Wort Gott wird in der Regel ohne Artikel gebraucht. Mit Artikel benutzt man es zur Unterscheidung, also etwa der Gott der Christen im Gegensatz zu heidnischen Göttern. Die Begriffe Jahwe, Jehova, und Zebaoth stammen aus dem Alten Testament. Die weiteren Synonyme kommen neben dem Alten auch aus dem Neuen Testament.
Gott kommt darüber hinaus in zahlreichen, meist umgangssprachlichen Redensarten vor. Gott sei Dank wird als Ausdruck der Erleichterung oder auch der Freude verwendet. Weiß Gott drückt Gewissheit im Sinn von »ganz sicher« aus. In Wendungen wie Gott weiß wer/wie/wo/woher/wohin kommt ebenso Unbestimmtheit zum Ausdruck wie in der Redensart das wissen die Götter. Gott und die Welt ist eine Redensart im Sinn von jedermann oder alles Mögliche. Wie Gott ihn/sie geschaffen hat ist eine Umschreibung für nackt.
In der Wendung wie ein junger Gott wird Anerkennung deutlich: Jemand, der beispielsweise wie ein junger Gott Klavier spielt, beherrscht das Instrument sehr gut.
Wer für/um Gottes Lohn arbeitet/etwas tut, macht das ohne Gegenleistung oder Entgelt. Den lieben Gott einen guten Mann sein lassen bedeutet »sorglos leben«. Auch die Redewendung wie Gott in Frankreich leben drückt angenehmes, luxuriöses Leben aus. Dem lieben Gott den Tag/die Zeit stehlen heißt »faul sein«. Als Zusatz, mit welchem der Inhalt eines Schwurs bekräftigt wird, verwendet man so wahr mir Gott helfe. Mit der Wendung dein/Ihr Wort in Gottes Ohr drückt man Hoffnung aus. Das gehobene in Gottes Hand liegen/stehen besagt, dass etwas nicht von Menschen zu beeinflussen ist.
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