Lexikon
Entziehungskur
stationäre, sich meist über mehrere Wochen oder Monate erstreckende Behandlung von Suchtkranken, mit dem Ziel, die Abhängigkeit von dem Suchtmittel zu lösen. Bestimmte Suchtmittel (z. B. Alkohol, Opiate, Stimulantien) werden abrupt abgesetzt, während andere (z. B. Beruhigungsmittel wie Barbiturate) schleichend durch langsame Reduzierung der Dosis entzogen werden. Auftretende Entzugserscheinungen werden meist symptomatisch und durch Ersatzmittel behandelt. Begleitend erfolgt meist eine psychotherapeutische Behandlung (Gruppen- oder Einzeltherapie), der nach erfolgreicher Entziehungskur eine langfristige Nachsorge durch z. B. Drogenberatungsstellen, Selbsthilfegruppen oder therapeutische Wohngruppen folgen sollte.
Wissenschaft
Social Media: Viele teilen, ohne zu lesen
Allein die Überschrift scheint vielen Social-Media-Nutzern zu genügen, um einen Nachrichtenartikel zu teilen. In einer Studie haben Forschende 35 Millionen auf Facebook verbreitete Nachrichtenlinks untersucht – und festgestellt, dass diese in 75 Prozent der Fälle geteilt wurden, ohne dass der jeweilige Nutzer den Link selbst...
Wissenschaft
Kartoffelfäule-Erreger kam aus den Anden
Ab 1845 sorgte die Kartoffelfäule in Irland für verheerende Ernteausfälle und löste eine Hungersnot aus, die mehr als eine Million Menschen das Leben kostete. Doch woher kam der Erreger ursprünglich? Umfassende genetische Analysen verorten die Ursprünge des verantwortlichen Erregers Phytophthora infestans nun in den...