Lexikon

Entziehungskur

stationäre, sich meist über mehrere Wochen oder Monate erstreckende Behandlung von Suchtkranken, mit dem Ziel, die Abhängigkeit von dem Suchtmittel zu lösen. Bestimmte Suchtmittel (z. B. Alkohol, Opiate, Stimulantien) werden abrupt abgesetzt, während andere (z. B. Beruhigungsmittel wie Barbiturate) schleichend durch langsame Reduzierung der Dosis entzogen werden. Auftretende Entzugserscheinungen werden meist symptomatisch und durch Ersatzmittel behandelt. Begleitend erfolgt meist eine psychotherapeutische Behandlung (Gruppen- oder Einzeltherapie), der nach erfolgreicher Entziehungskur eine langfristige Nachsorge durch z. B. Drogenberatungsstellen, Selbsthilfegruppen oder therapeutische Wohngruppen folgen sollte.
Stefan Ulmer, Christian Smorra
Wissenschaft

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