Lexikon
Erregungsleitungssystem
Reizleitungssystemein Verbund von besonderen Herzmuskelzellen, deren Aufgabe die Weiterleitung der im Sinusknoten entstandenen elektrischen Erregung zu den eigentlichen Herzmuskelzellen ist. Normalerweise wird die Erregung rhythmisch im Sinusknoten gebildet, verläuft dann über den rechten Vorhof zum Atrioventrikularknoten (AV-Knoten) am Boden des rechten Vorhofs nahe der Herzscheidewand und zum His-Bündel, das die Vorhof-Kammer-Grenze durchzieht und sich in der Kammerscheidewand in den rechten und den linken Tawara-Schenkel aufteilt. Die letzten Ausläufer dieser Schenkel sind die Purkinje-Fasern, die in der inneren Herzmuskelschicht enden. Hier bewirkt die Erregung ein Zusammenziehen der Muskeln (Herzschlag). Das Erregungsleitungssystem verbreitet die Erregung mit großer Geschwindigkeit in der Muskulatur des Herzens, sodass sich die Muskelzellen fast gleichzeitig zusammenziehen. Seine einzelnen Abschnitte sind in der Lage, auch selbst Impulse auszusenden und so die Herztätigkeit aufrechtzuerhalten, sollte etwa der Sinusknoten als Taktgeber ausfallen.
Wissenschaft
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Wissenschaft
Weidevieh: Weniger Methan-Ausstoß durch Algen im Futter
Bei ihrer Verdauung produzieren Rinder große Mengen des Treibhausgases Methan. Senken lässt sich dieser Ausstoß jedoch, wenn die Kühe als Futterzusatz Algen erhalten. Während der Ansatz bereits für im Stall gehaltene Tiere erprobt wurde, galt er für Weidevieh bislang als unrealistisch. Eine Studie zeigt nun, dass auch Mastrinder...