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LEXIKON

Grbo

Greta, eigentlich Greta Gustafsson, schwedische Filmschauspielerin, * 18. 9. 1905 Stockholm,  15. 4. 1990 New York; von M. Stiller für den Film entdeckt, wurde mit „Gösta Berling“ 1924 und „Die freudlose Gasse“ 1925 bekannt, ging dann nach Hollywood und wurde mit Filmen wie „Mata Hari“ 1931, „Anna Karenina“ 1935 und „Die Kameliendame“ 1936 zum Weltstar; zog sich 1941 ins Privatleben zurück.
Garbo, Greta
Greta Garbo
  • Deutscher Titel: Gösta Berling
  • Original-Titel: GÖSTA BERLINGS SAGA
  • Land: Schweden
  • Jahr: 1924
  • Regie: Mauritz Stiller
  • Drehbuch: Mauritz Stiller, Ragnar Hyltén-Cavallius
  • Kamera: Julius Jaenzon
  • Schauspieler: Lars Hanson, Gerda Lundeqvist, Karin Swanström, Greta Garbo
Nach der Vorlage des gleichnamigen Romans von Selma Lagerlöf (18581940) schildert der Film, wie Pastor Gösta Berling (Lars Hanson), der wegen seiner Trunksucht entlassen wird, bei einer Majorin auf Ekeby unterkommt. Schließlich versucht er mit einer ehemaligen Gräfin (Greta Garbo) noch einmal einen Neuanfang.
Obwohl künstlerisch weniger überzeugend, bringt der Film Regisseur Mauritz Stiller ein Engagement in Hollywood. Greta Garbo, die in dem Film erstmals in einer bedeutenderen Rolle zu sehen ist, geht mit ihm in die USA.
  • Deutscher Titel: Die freudlose Gasse
  • Original-Titel: DIE FREUDLOSE GASSE
  • Land: Deutsches Reich
  • Jahr: 1925
  • Regie: Georg Wilhelm Pabst
  • Drehbuch: Willy Haas, nach einem Roman von Hugo Bettauer
  • Kamera: Guido Seeber, Curt Oertel, Robert Lach
  • Schauspieler: Asta Nielsen, Greta Garbo, Valeska Gert, Werner Krauss, Einar Hanson
In Berlin wird Georg Wilhelm Pabsts Film »Die freudlose Gasse« uraufgeführt. Der Film markiert die Wende der deutschen Filmkunst hin zum Realismus.
Geschildert wird, einer Romanvorlage von Hugo Bettauer folgend, das Leben in Wien im Jahr 1925. Am Beispiel der einst gutbürgerlichen, nach der Inflation in Armut abgesunkenen Anwohner einer Straße zeigt der Film, wie Not Menschen in Betrug und Prostitution treibt, während andere aus dem Elend Profit schlagen.
Pabst hat für seinen Film eine Reihe großer Schauspieler engagiert, darunter Asta Nielsen, Werner Krauss und die als Kabarettistin bekannte Valeska Gert. Die Schwedin Greta Garbo, die mit »Gösta Berling« ihren ersten größeren Filmauftritt hatte, spielt die Rolle der Hofratstochter Grete, die nach dem finanziellen Absturz ihres Vaters auf die schiefe Bahn zu geraten droht, dann aber durch die Liebe eines amerikanischen Offiziers gerettet wird. Kritiker bemängeln das ein wenig verkrampfte Spiel der Garbo.
  • Deutscher Titel: Mata Hari
  • Original-Titel: MATA HARI
  • Land: USA
  • Jahr: 1931
  • Regie: George Fitzmaurice
  • Drehbuch: Benjamin Glazer, Leo Birinski, Doris Anderson, Gilbert Emery
  • Kamera: William H. Daniels
  • Schauspieler: Greta Garbo, Ramon Novarro, Lionel Barrymore, Lewis Stone
Die sch
wedisch
e Schauspielerin Greta Garbo ist der Star des Agentendramas »Mata Hari« von George Fitzmaurice. Er zeigt das authentische Schicksal der geheimnisumwitterten Tänzerin und Meisterspionin in deutschen Diensten, die nach ihrer Enttarnung 1917 von den Franzosen erschossen wurde.
Der Film lebt von der Leinwandpräsenz der »göttlichen« Garbo (so genannt seit ihrem Film »Das göttliche Weib«, 1928), die skrupellos ihre Verführungskunst einsetzt, um damit kriegswichtige Informationen zu sammeln. Die Liebe zu einem russischen Leutnant wird ihr am Ende zum Verhängnis.
Wie schon in früheren Filmen verkörpert »die Garbo« den Typus der Unnahbaren und Geheimnisvollen. Am 18. September 1905 wurde sie in Stockholm als Greta Lovisa Gustafsson geboren. Ihr schauspielerisches Talent entdeckte der sch
wedisch
e Regisseur Mauritz Stiller, der mit ihr u.a. »Gösta Berling« (1924) drehte. Nach »Die freudlose Gasse« gingen beide nach Hollywood. Während Stiller in der US-Filmmetropole erfolglos blieb und 1927 nach Schweden zurückkehrte, wurde Greta Garbo von Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) zum mondänen Vamp aufgebaut.
Erstmals spielte sie diesen Typus in »Love« (1927), einer »Anna-Karenina«-Verfilmung von Edmund Goulding und in Jacques Feyders »Der Kuss« (1929), zugleich eins der letzten großen Stummfilm-Melodramen. Greta Garbo zählt zu den wenigen Stummfilmgrößen, die den Sprung in das Tonfilmzeitalter unbeschadet überstanden. Und nicht nur das: In ihrem ersten Tonfilm, dem Seemanns-Melodram »Anna Christie« (1930) erhöhte es sogar ihre Wirkung, wenn sie sich mit ihrer dunklen, klaren Stimme an der Bar einen Whiskey bestellte.
Die Garbo dreht bis 1941 noch weitere 13 Filme. Nach einem Misserfolg erklärt sie ihren Rücktritt und lebt bis zu ihrem Tod am 15. April 1990 zurückgezogen in New York.
  • Deutscher Titel: Anna Karenina
  • Original-Titel: ANNA KARENINA
  • Land: USA
  • Jahr: 1935
  • Regie: Clarence Brown
  • Drehbuch: Clemence Dane, Salka Viertel, nach einem Roman von Leo Tolstoi
  • Kamera: William H. Daniels
  • Schauspieler: Greta Garbo, Fredric March, Freddie Bartholomew, Maureen O„Sullivan, Basil Rathbone
Anna Karenina (Greta Garbo), eine Dame der Petersburger Gesellschaft, lernt in Moskau den Grafen Wronsky (Fredric March) kennen und lieben. Wronsky folgt ihr nach St. Petersburg. Anna versucht, um ihres Sohnes Sergej (Freddie Bartholomew) willen, die Ehe aufrechtzuerhalten, doch ihr Ehemann Karenin (Basil Rathbone) stellt sie vor die Alternative, entweder Wronsky aufzugeben oder das Haus zu verlassen. Zunächst bleibt sie, aber dann geht sie zu Wronsky. Doch ihr Verhältnis ist nicht glücklich. Als Wronsky in den Krieg zieht, wirft sich Anna Karenina vor einen Zug.
Der inhaltlich nicht ganz dem Roman von Tolstoi entsprechende Film von Clarence Brown ein Remake des Stummfilms »Love« von 1928 gibt Greta Garbo als Titelheldin die Gelegenheit, die ganze Tragik und Einsamkeit einer Frau auszuspielen, die wider alle Konventionen nur ihren Gefühlen folgt und dabei scheitert.
  • Deutscher Titel: Die Kameliendame
  • Original-Titel: CAMILLE
  • Land: USA
  • Jahr: 1936
  • Regie: George Cukor
  • Drehbuch: Zoe Akins, James Marion, James Hilton, nach dem Roman von Alexandre Dumas d.J.
  • Kamera: Karl Freund, William H. Daniels
  • Schauspieler: Greta Garbo, Robert Taylor, Lionel Barrymore, Henry Daniell, Elizabeth Allan
Die Halbweltdame Marguerite Gautier (Greta Garbo) hat viele Verehrer, unter ihnen der Landedelmann Armand Duval (Robert Taylor). Er bleibt ihr auch treu, als sie lungenkrank darniederliegt. Aber erst, als er ins Ausland abreisen will, erkennt Marguerite ihrerseits, dass sie ihn liebt. Armand will sie heiraten, doch sein Vater (Lionel Barrymore) beschwört Marguerite, seinen Sohn loszulassen. Sie hält ihr Versprechen und verzichtet auf den Mann ihres Herzens. Bald macht die Lungenkrankheit ihrem Leben ein Ende, aber sie stirbt in den Armen ihres Geliebten. George Cukors Verfilmung des Romans von Alexandre Dumas d.J. zeigt die Garbo in einer ihrer besten Rollen, weil sie die Gelegenheit hat, eine Frau darzustellen, die an den gesellschaftlichen Ehrbegriffen des 19. Jahrhunderts zugrunde geht.
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