Lexikon

Altman

Robert, US-amerikanischer Filmregisseur, * 20. 2. 1925 Kansas City, † 20. 11. 2006 Los Angeles; begann als Dokumentar- und Industriefilmer und mit Fernsehserien; seine Spielfilme liefern satirische Einsichten in die US-amerikanische Gesellschaft. Regie u. a. bei: „M.A.S.H.“ 1970; „Nashville“ 1975; „Eine Hochzeit“ 1978; „Fool for Love“ 1985; „The Player“ 1992; „Short Cuts“ 1993; „Kansas City“ 1996; „Cookie’s Fortune“ 1998; „Gosford Park“ 2001; „A Prairie Home Companion“ 2006.
Altman, Robert
Robert Altman
  • Deutscher Titel: M.A.S.H.
  • Original-Titel: M.A.S.H.
  • Land: USA
  • Jahr: 1970
  • Regie: Robert Altman
  • Drehbuch: Ring Lardner, nach einem Roman von Richard Hooker
  • Kamera: Harold E. Stine
  • Schauspieler: Donald Sutherland, Elliott Gould, Tom Skerritt
  • Auszeichnungen: Oscar 1971 für adaptiertes Drehbuch, Goldene Palme Filmfestspiele Cannes 1970 für Film
Robert Altmans Militär-Klamotte wird zu einem überragenden internationalen Kassenerfolg und zum Überraschungshit des Jahres. Die Initialen des Titels stehen für Mobile Army Surgical Hospital, das Feldlazarett der US-Armee. Nur wenige Meilen hinter der koreanischen Front gelegen, tun hier drei dienstverpflichtete amerikanische Chirurgen ihre Arbeit. Mit bissigem Zynismus gehen die Ärzte ihrer grausigen Aufgabe nach, so dass dem Zuschauer oft das Lachen im Halse steckenbleibt. Ablenkung von ihrer Arbeit verschaffen sie sich mit Alkohol, Sex, Sport und Spielen.
Altman gelingt eine flotte, oft brutale Inszenierung, die den Zuschauer mit Gags geradezu überhäuft. Sein Konzept ist so erfolgreich, dass 1972 eine gleichnamige Fernsehserie konzipiert wird, die sich auch Jahre später noch großer Popularität erfreut.
  • Deutscher Titel: The Player
  • Original-Titel: THE PLAYER
  • Land: USA
  • Jahr: 1992
  • Regie: Robert Altman
  • Drehbuch: Michael Tolkin, nach seinem Roman
  • Kamera: Jean Lépine
  • Schauspieler: Tim Robbins, Greta Scacchi, Fred Ward
  • Auszeichnungen: Filmfestspiele Cannes 1992 für Regie, Darsteller (T. Robbins)
Mit zwei Hauptpreisen für »The Player« wird Regisseur Robert Altman bei den Filmfestspielen in Cannes geehrt.
Seit drei Jahrzehnten präsentiert Altman immer wieder »Leckerbissen« für Cinéasten, ohne dass sie unbedingt große Publikumserfolge wurden (»M. A. S. H.« 1970, »Vincent und Theo« 1990). Erst mit der Nestbeschmutzersatire »The Player« kassiert der Amerikaner die verdienten Lorbeeren. Eine Rolle spielt dabei sicher, dass er einen so guten Ruf unter Schauspielern besitzt, dass neben Tim Robbins, Greta Scacci, Fred Ward und Whoopi
Goldberg
noch zahlreiche weitere Stars, u.a. Peter Gallagher, Peter Falk und Susan Sarandon nur für die gesetzliche Mindestgage mitspielen.
»The Player« rechnet mit den Mechanismen der Traumstadt ab: Tim Robbins spielt einen intriganten, machtbesessenen Produzenten, der auch vor Mord an unliebsamen Kollegen nicht zurückschreckt, wenn es seinem Aufstieg nutzt.
Der ebenso boshafte wie unterhaltsame Film soll offenbar die amerikanische Lebensart der 80er Jahre widerspiegeln, und fast fühlen sich die Zuschauer schon verantwortlich, das »böse« Hollywood-System überhaupt erst zu ermöglichen.
Pures Seh-Vergnügen bereiten die Szenen, die offensichtlich von den Schauspielern am Set improvisiert wurden. Das große Staraufgebot lenkt allerdings in manchen Szenen von der Story ab.
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