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Internationale Filmfestspiele Berlin – Berlinale 2014

Das Berlinale-Plakat 2014
Das Berlinale-Plakat 2014

Ab dem 6. Februar 2014 ist es wieder soweit: In Berlin beginnt mit großem Staraufgebot die Berlinale. Sie ist das größte deutsche Filmfestival, und eines der bedeutendsten weltweit. Höhepunkt des jährlichen Festivals ist die Vergabe des "Goldenen Bären" an den Produzenten des besten Films im Filmwettbewerb.

Seit ihrer Premiere im Jahr 1951 finden die Internationalen Filmfestspiele Berlin jährlich statt. Veranstaltungsort war ursprünglich der Steglitzer Titania-Palast, ab 1957 dann der Zoo-Palast. Seit dem Jahr 2000, zum 50-jährigen Jubiläum der Festspiele, ist das Filmzentrum am Potsdamer Platz der Hauptstandort der Berlinale. Filmvorführungen des Festivals finden jedoch in zahlreichen Spielstätten in ganz Berlin statt.

Begehrte Preise in mehreren Sektionen

Der Wettbewerb um den Goldenen Bären ist jedes Jahr das Herzstück der Berlinale. Zugelassen sind dazu nur Filme, die in den letzten zwölf Monaten vor Beginn der Berlinale produziert und noch nicht außerhalb ihres Ursprungslandes veröffentlicht wurden - echte internationale Premieren also. Nur einer aus etwa 20 teilnehmenden Filmen erhält am Ende des Festivals von der internationalen Jury den Goldenen Bären als bester Film, verliehen an den Produzenten. Darüber hinaus vergibt die Jury mehrere Silberne Bären in verschiedenen Kategorien wie "Beste Regie", "Beste Darsteller", "Herausragende Künstlerische Leistung". Den "Alfred-Bauer-Preis", ebenfalls in Form eines Silbernen Bären erhält jeweils ein Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet.

Jenseits des Wettbewerbs erweitern zusätzliche Sektionen das Programm. "Berlinale Shorts" widmet sich ausschließlich Kurzfilmen, die Sektion "Panorama" zeigt künstlerische Filme jenseits kommerzieller Interessen. Als "risikofreudigste Sektion" bezeichnen die Veranstalter das "Internationale Forum des jungen Films": Alle Filmformate von Dokumentation bis Spielfilm sind hier willkommen, solange sie Diskussionsstoff bieten. Die Sektion "Generation" widmet sich Kindern und Jugendlichen. "Perspektive Deutsches Kino" präsentiert Arbeiten des deutschen Film-Nachwuchses und bietet auch den Filmhochschulen eine Plattform. Die "Retrospektive" schließlich dreht das Rad der Zeit zurück: Unter einem jährlich wechselnden Motto gibt es Stumm- und Tonfilme aus den Anfangszeiten der Kinogeschichte zu sehen.

In mehreren dieser Sektionen gibt es weitere Auszeichnungen: den Preis der Internationalen Kurzfilmjury, die gläsernen Bären von einer Jury aus Kindern und Jugendlichen und den mit 50.000 € dotierten Preis als bester Erstlingsfilm. Eine eigene Sektion verdienen die "Hommage", in der ein Künstler für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Ehrenbären geehrt wird, und das "Berlinale Special" mit der Verleihung der Berlinale Kamera für besondere Verdienste um das Filmschaffen. Mehrere zusätzliche Sonderveranstaltungen über die Sektionen hinaus vervollständigen das Programm jedes Jahres. Eine Reihe weiterer Preise wird von unabhängigen Jurys verliehen, gehört aber zum offiziellen Programm der Berlinale. Einer dieser Preise ist der Teddy Award für Filme mit "queer"-Inhalt, die sich für mehr Toleranz und Gleichstellung von Homosexuellen und Transsexuellen in der Gesellschaft einsetzen.

Die Berlinale ist übrigens das einzige Filmfestival in Deutschland, das vom internationalen Produzentenverband FIAPF als A-Festival akkreditiert ist. Voraussetzung dafür ist die Vergabe von offiziellen Filmpreisen an internationale Premieren, beurteilt von einer internationalen Jury. Insgesamt dreizehn Filmfestivals weltweit sind A-Festivals, darunter die Festspiele von Cannes, Venedig und Montreal.

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