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Schygulla

Hanna, deutsche Schauspielerin, * 25. 12. 1943 Kattowitz; Mitglied des Münchener „Action-Theaters“, danach Hauptdarstellerin in vielen Filmen R. W. Fassbinders: u. a. „Liebe ist kälter als der Tod“ 1969; „Die Ehe der Maria Braun“ 1979; „Lili Marleen“ 1981; weitere Filme: „Die Fälschung“ 1981; „Heller Wahn“ 1982; „Die Geschichte der Piera“ 1983; „Barnum“ 1986; „Abrahams Gold“ 1990; „Die Nacht der Regisseure“ 1994; „Auf der anderen Seite“ 2007.
  • Deutscher Titel: Die Ehe der Maria Braun
  • Original-Titel: DIE EHE DER MARIA BRAUN
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1979
  • Regie: Rainer Werner Fassbinder
  • Drehbuch: Peter Märthesheimer, Pea Fröhlich
  • Kamera: Michael Ballhaus
  • Schauspieler: Hanna Schygulla, Klaus Löwitsch, Ivan Desny, Gottfried John
  • Auszeichnungen: Siberner Bär Filmfestspiele Berlin 1979 für Darstellerin (Hanna Schygulla)
Rainer Werner Fassbinder inszeniert die Geschichte einer Frau (Hanna Schygulla), die nach dem Krieg ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Im Bombenhagel heiratet Maria ihren Hermann (Klaus Löwitsch), der schon bald darauf an die Front gerufen wird. Nach dem Krieg erlebt sie ihren beruflichen Aufstieg in einem Club für US-amerikanische Militärangehörige. Sie glaubt, dass ihr Mann gefallen ist und wendet sich dem Schwarzen Bill zu. Als Hermann nach Jahren doch noch aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt und Maria mit ihrem Geliebten überrascht, erschlägt sie den Amerikaner. Hermann geht für sie ins Gefängnis.
Fassbinders Film, der die Atmosphäre der Zeit authentisch auf die Leinwand bringt, findet international Beachtung.
  • Deutscher Titel: Lili Marleen
  • Original-Titel: LILI MARLEEN
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1981
  • Regie: Rainer Werner Fassbinder
  • Drehbuch: Manfred Purzer, Rainer Werner Fassbinder, nach der Biografie von Lale Andersen
  • Kamera: Xaver Schwarzenberger
  • Schauspieler: Hanna Schygulla, Giancarlo Giannini, Mel Ferrer
Rainer Werner Fassbinders erfolgreicher, aber auch als oberflächliches Melodram kritisierter 10-Mio.-DM-Film »Lili Marleen« erzählt die authentische Geschichte einer Sängerin, die bei den Soldaten im Zweiten Weltkrieg zum umschwärmten Idol avanciert: Die Sängerin Wilkie (Hanna Schygulla) verliebt sich in den Juden Robert. Die beiden werden jedoch durch dramatische Umstände getrennt. Während der NS-Zeit schafft Wilkie es, mit ihrem Lied »Lili Marleen« berühmt zu werden.
  • Deutscher Titel: Die Fälschung
  • Original-Titel: DIE FÄLSCHUNG
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1981
  • Regie: Volker Schlöndorff
  • Drehbuch: Volker Schlöndorff, Jean-Claude Carrière, Margarethe von Trotta, nach einem Roman von Nicolas Born
  • Kamera: Igor Luther
  • Schauspieler: Bruno Ganz, Hanna Schygulla, Jerzy Skolimowski, Gila von Weitershausen
Der Journalist Georg Laschen (Bruno Ganz) geht im Auftrag einer Hamburger Illustrierten nach Beirut, um über den Bürgerkrieg zu berichten. Das hautnahe Erleben des Krieges und seiner Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung führt Laschen in eine persönliche Krise: Er verliert seine Distanz zum Geschehen und betrachtet die journalistische Arbeit als »Fälschung«. Voller Zweifel über den Sinn seines Berufes vermag ihm die Begegnung mit Greta (Hanna Schygulla) Rückhalt und neuen Mut zu geben.
Der medienkritische Film von Regisseur Volker Schlöndorff beklagt einen sensationslüsternen und zynischen Journalismus, der menschliches Leid nur unter dem Gesichtspunkt marktgerechter Verwertung wahrnimmt.
Die sehenswerte Verfilmung von Nicolas Borns gleichnamigem Roman entstand unter teilweise gefährlichen Bedingungen an Originalschauplätzen im Libanon. Die teilweise sehr erschütternden und bedrückenden Kriegssequenzen sollen den Zuschauer zum Nachdenken bringen.

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