Lexikon

Golfstrom

erstmals 1513 von dem spanischen Seefahrer Ponce de León beschriebene, warme Meeresströmung im nördlichen Atlantischen Ozean, vor der nordamerikanischen Ostküste. Der Golfstrom entsteht aus der Vereinigung von Floridastrom und Antillenstrom nördlich der Bahamainseln. Er verläuft als rund 150 km breites Stromband mit Geschwindigkeiten bis zu 2,5 m/s über dem Kontinentalabfall bis Kap Hatteras, wo er über tiefes Wasser mäandrierend und unter Ablösung von Wirbeln durch das Nordamerikanische Becken bis südlich der Neufundlandbank fließt. Gegen die entlang der amerikanischen Ostküste bis Kap Hatteras nach Südwesten fließenden kalten Ausläufer des Labradorstroms ist das warme Wasser des Golfstroms durch den „Kalten Wall“ deutlich abgegrenzt. Der Wassertransport beträgt 50 Mio. m3/s am Ausgang der Floridastraße und nimmt bis südlich von Neufundland auf maximal 150 Mio. m3/s zu, wobei die warmen Wassermassen bis zu 1500 m Tiefe reichen. Der Golfstrom ist Teil des Golfstromsystems, das mit seinen bis nach Spitzbergen reichenden warmen Strömungen das Klima Nordwesteuropas entscheidend beeinflusst.
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