Lexikon
Heimatkunst
Oberbegriff für künstlerisches Schaffen, das die Landschaft, die Menschen und die Sitten und Gebräuche einer nichtstädtischen Region zum Thema hat.
In der Literatur des 19. Jahrhunderts zunächst eine die ländliche Idylle verklärende Reaktion auf die Industrialisierung (B. Auerbach), dann auch kritisch-realistische Darstellungen des bäuerlichen oder kleinbürgerlichen Lebens (A. Stifter, T. Storm, T. Fontane). Im 20. Jahrhundert finden sich in der literarischen Heimatkunst sowohl naturalistische (H. Sudermann) wie auch neoromantische oder faschistische Strömungen (Blut-und-Boden-Dichtung).
In der Malerei war die Heimatkunst eine am Ende des 19. Jahrhunderts aufgekommene Bewegung, die sich gegen die Tradition der Ideallandschaft wandte und auf die malerische Erschließung heimatlich vertrauter Landschaften zielte. Pflegestätten in Deutschland waren u. a. Willingshausen (Schwalm), Worpswede und Dachau.
Wissenschaft
Millionen Tote infolge von Antibiotika-Resistenzen prognostiziert
Immer mehr Krankheitserreger sind resistent gegen Antibiotika. Bis zum Jahr 2050 könnten dadurch mehr als 39 Millionen Menschen weltweit an einer Infektion mit einem antibiotikaresistenten Erreger sterben, prognostizieren Forscher. Besonders gefährlich sind antibiotika-resistente Keime für ältere Menschen über 70 Jahren. Die...
Wissenschaft
Elternschaft hält das Gehirn jung
Kinder halten jung. Diese These bestätigt sich auch beim Blick ins elterliche Gehirn: Je mehr Kinder eine Person aufgezogen hat, desto stärker sind die funktionellen Netzwerke in ihrem Gehirn miteinander verknüpft. Während die Konnektivität im Gehirn auch bei Eltern mit dem Alter nachlässt scheinen Kinder dieser Hirnalterung in...