Lexikon
Heym, Georg: Umbrae vitae
- Erscheinungsjahr: 1912
- Veröffentlicht: Deutsches Reich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Umbrae vitae
- Genre: Nachgelassene Gedichte
Beim Verlag Rowohlt in Leipzig erscheinen unter dem Titel »Umbrae vitae« die nachgelassenen Gedichte des in diesem Jahr verstorbenen Georg Heym (* 1887, † 1912). In metaphorisch-bildstarker, visionserfüllter Sprache schildert Heym den »Dämon« Großstadt in vielfältigen Erscheinungen als Sinnbild der Verlorenheit und Tyrannen der Menschen und der Natur. Arme, Bettler und Blinde, Krüppel und Selbstmörder stehen für die Entwürdigung des Menschen, als Hilflose und Zerstörte bevölkern sie seine Stadtlandschaften. An die Stelle der christlichen Idee vom »guten Gott« tritt ein »böser Gott«, ein »moralloses Schicksal«. Ohnmachtsgefühl und Wunsch nach Auflehnung, Depression und Aggression stehen in steter Spannung zueinander.
Wissenschaft
Recyceln statt verbrennen
In ausgedienten Rotorblätter von Windrädern stecken etliche Materialien, die sich noch nutzen lassen. Bisher fehlten dazu die Techniken, jetzt gibt es vielversprechende Ansätze. von ANDREA HOFERICHTER Wie ein gestrandeter Wal liegt das 80 Meter lange Rotorblatt auf dem Betonpflaster des Bremerhavener Gewerbegebiets, kurz hinterm...
Wissenschaft
Die Unlust zum Datenteilen
Was treibt den wissenschaftlichen Fortschritt an? Alles Mögliche könnte man hier nennen: Neugier, einen offenen Geist, auch harte Arbeit. Doch nehmen wir es mal ganz pragmatisch: Zumindest in den Naturwissenschaften mit ihren Hochdurchsatz-Methoden sind es heutzutage vor allem die Daten, die sie immer weiter voranbringen. Nicht...