Lexikon
Hyperthermie
[
Überwärmung; Überhitzunggriechisch
]erhöhte Körpertemperatur infolge verminderter Wärmeabgabe (Wärmestauung), verstärkter Wärmezufuhr von außen oder erhöhter Wärmebildung im Körper; im Unterschied zum Fieber ohne Erhöhung des Sollwerts im Wärmeregulationszentrum des Hypothalamus. Hitzschlag. – Eine
Hyperthermie-Therapie
besteht in einer künstlichen Erhöhung der Temperatur des Tumorgewebes über 40 °C und kommt bei der Behandlung von Krebs zum Einsatz, meist in Kombination mit einer Strahlen- oder Chemotherapie. Die Überwärmung macht die Tumorzellen empfindlicher für die Strahlen oder Chemotherapeutika. Über 42 °C werden die Tumorzellen auch direkt geschädigt. Sie kann lokal bei oberflächlichen Tumoren eingesetzt werden, als Ganzkörper-Hyperthermie, bei der auch Tochtergeschwülste erfasst werden, oder gezielt im Tumorgewebe. Kleinere Tumoren können mithilfe eines eingeführten Lasers, der Temperaturen über 50 °C erzeugt, vollständig zerstört werden.
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