Lexikon
Indien
Dekanhochland und Ghats
Das Dekanhochland nimmt die Hälfte der indischen Halbinsel ein. Die alte, nach Osten abfallende Grundgebirgsscholle besteht aus weiten Hochebenen, über die sich Mittelgebirge wie das Satpuragebirge, die Vindhyakette und das Bergland von Chota Nagpur erheben. Teils mächtige Ströme wie der Mahanadi und der Godavari zerschneiden das von einer Kurzgrassavanne eingenommene Hochland. An seinen östlichen und westlichen Rändern wölbt sich das Dekanhochland schüsselartig zu den Ghats auf. Die durchschnittlich 1000–1500 m hohen Westghats nehmen nach Süden an Höhe zu (im Anai Mudi 2695 m) und fallen steil zur Malabarküste ab. Dagegen erreichen die Ostghats nur eine durchschnittliche Höhe von 600 m (im Devodi Munda 1680 m). Beide Ghats gehen in überwiegend ungegliederte Küsten über, die als schmale, flache Tieflandstreifen häufig von Lagunen gesäumt werden.
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