Lexikon
Indien
Bedeutende Landwirtschaft
Über die Hälfte der Staatsfläche wird landwirtschaftlich genutzt, der größte Teil ist Ackerland. Drei Viertel der Betriebe liegen mit ihrer Größe von weniger als 3 ha unterhalb der Rentabilitätsgrenze. Mit finanzieller Unterstützung aus dem Ausland forciert der Staat die als „Grüne Revolution“ bezeichnete Modernisierung der Landwirtschaft. Durch Mechanisierung, Einführung von Hochertragssorten, vermehrten Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie die Ausweitung von künstlich bewässerten Flächen wird versucht, die landwirtschaftliche Produktivität zu steigern. Der Bewässerungsfeldbau lässt nicht nur einen Ackerbau jenseits der Trockengrenze zu, sondern macht auch eine zwei- bis dreimalige Ernte pro Jahr möglich, indem Teile der ergiebigen Monsunniederschläge durch Speicherung auch für die Trockenzeit verfügbar gemacht werden.
Hauptanbauprodukte sind die Grundnahrungsmittel Reis, Hirse und Weizen. Auch der Anbau von Zuckerrohr und Sesam, Erdnüssen sowie weiteren Getreide- und verschiedenen Gemüse- und Obstsorten dient überwiegend der nationalen Versorgung. Doch längst wird nicht nur für den heimischen Markt produziert; 13% der Ausfuhren stammen aus der Agrarwirtschaft: Indien ist der größte Teelieferant der Welt und exportiert außerdem Baumwolle, Jute, Kaffee, Kokosprodukte und Pfeffer.
Die Viehwirtschaft ist aus religiösen Gründen kaum entwickelt; sie dient vor allem der Milchgewinnung und der Zucht von Arbeitstieren.
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