Lexikon

Indien

Dienstleistungssektor, Handel und Tourismus

Der Dienstleistungsbereich ist noch vor der Industrie Träger des indischen Wirtschaftswachstums. Von besonderer Bedeutung sind hier medizinische Dienste, die vom Aufschwung der Biotechnologie profitieren, und Kommunikationsdienstleistungen (einschließlich Medienwirtschaft). Ein wichtiger und traditionsreicher Wirtschaftszweig ist die Filmbranche mit Schwerpunkt in Mumbai, dem zugleich wichtigsten Wirtschaftszentrum Indiens – in „Bollywood“ werden mehr Filme produziert als in Hollywood.
Durch die zunehmende Integration in den Weltmarkt hat sich das Außenhandelsvolumen in einem Zeitraum von fünf Jahren mehr als verdoppelt. Der Außenhandel unterliegt jedoch noch immer einer strengen staatlichen Kontrolle. Die seit Jahren negative Handelsbilanz hat zu einer relativ hohen Staatsverschuldung geführt, die durch ausländische Investoren aufgefangen werden soll.
Jährlich besuchen etwa 3 Mio. ausländische Touristen Indien; beliebt sind Kultur- und Bildungsreisen, Badetourismus, Trekking und Natursafaris. Zu den meistbesuchten Zielen zählen das Mausoleum Taj Mahal in Agra, die islamische Befestigungsanlage „Rotes Fort“ in Delhi, die heilige Stadt Varanasi (Benares) am Ganges sowie hinduistische Tempelanlagen. Über 20 Kulturstätten, fünf Nationalparks und ein Wildschutzgebiet stehen auf der UNESCO-Welterbeliste.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Dekanhochland und Ghats
    2. Tiefland von Ganges und Brahmaputra
    3. Himalaya
    4. Monsunklima
  3. Bevölkerung
    1. Völker- und Sprachenvielfalt
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Bedeutende Landwirtschaft
    2. Bodenschätze und Energie
    3. Vielfältige Industrie
    4. Dienstleistungssektor, Handel und Tourismus
    5. Verkehr
  7. Geschichte
    1. Von der Induskultur zum Mogulreich
    2. Von der Kolonialzeit zur Unabhängigkeit
    3. Die Regierungen Nehru und Gandhi
    4. Die Entwicklung seit den 1990er Jahren
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