Lexikon
Lỵdien
im Altertum Landschaft und Königreich im westlichen Kleinasien. Nach dem Niedergang Phrygiens gewann Lydien im 7. Jahrhundert v. Chr. unter der Dynastie der Mermnaden an Bedeutung. Es erreichte unter Alyattes seine größte Ausdehnung (um 600 v. Chr. wurde Smyrna erobert). Alyattes führte lange Kämpfe gegen Kyaxares, König von Medien (591–585 v. Chr.).
Krösus, der letzte König Lydiens, brachte die Griechenstädte bis auf Milet unter seinen Einfluss. Mit Sparta u. a. griechischen Staaten schloss er Verträge. 547 v. Chr. unterlag er den Persern unter Kyros II., der im folgenden Jahr das lydische Reich völlig zerstörte. Hauptstadt Lydiens war Sardeis (heute: Sart). Nach der Eroberung durch Alexander den Großen (334 v. Chr.) gehörte Lydien zum Seleukidenreich, nach 190 v. Chr. zum Königreich Pergamon. 133 v. Chr. wurde es römische Provinz. Lydien nahm eine Zwischenstellung zwischen Osten und Westen ein und vermittelte den Handel zwischen Griechenland und dem Orient. Im Land selbst blühte ein reiches Kunsthandwerk. Die griechische Kultur hatte großen Einfluss.
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