Lexikon
Lỵdien
im Altertum Landschaft und Königreich im westlichen Kleinasien. Nach dem Niedergang Phrygiens gewann Lydien im 7. Jahrhundert v. Chr. unter der Dynastie der Mermnaden an Bedeutung. Es erreichte unter Alyattes seine größte Ausdehnung (um 600 v. Chr. wurde Smyrna erobert). Alyattes führte lange Kämpfe gegen Kyaxares, König von Medien (591–585 v. Chr.).
Krösus, der letzte König Lydiens, brachte die Griechenstädte bis auf Milet unter seinen Einfluss. Mit Sparta u. a. griechischen Staaten schloss er Verträge. 547 v. Chr. unterlag er den Persern unter Kyros II., der im folgenden Jahr das lydische Reich völlig zerstörte. Hauptstadt Lydiens war Sardeis (heute: Sart). Nach der Eroberung durch Alexander den Großen (334 v. Chr.) gehörte Lydien zum Seleukidenreich, nach 190 v. Chr. zum Königreich Pergamon. 133 v. Chr. wurde es römische Provinz. Lydien nahm eine Zwischenstellung zwischen Osten und Westen ein und vermittelte den Handel zwischen Griechenland und dem Orient. Im Land selbst blühte ein reiches Kunsthandwerk. Die griechische Kultur hatte großen Einfluss.
Wissenschaft
Oasen auf der Schneeball-Erde
Veränderungen in der Umlaufbahn der Erde ermöglichten es frühen Lebensformen, die extremste Eiszeit in der Geschichte unseres Planeten zu überstehen.
Der Beitrag Oasen auf der Schneeball-Erde erschien zuerst auf...
Wissenschaft
Das molekulare Gedächtnis
Chemische Elemente bilden verschiedene stabile Isotope. Winzige Unterschiede in ihrer Verteilung sind wie ein Fingerabdruck und verraten viel über die Herkunft. So lässt sich etwa der Weg des Wassers verfolgen. von RAINER KURLEMANN Alexander Frank hat ein besonderes Verhältnis zu Seen. In diesem Herbst reist der Biologe zu drei...