Lexikon

Achämenịden

Achaimeniden
altpersisches Herrschergeschlecht, das sich auf den sagenhaften Stammvater Achaimenes zurückführte; herrschte etwa 700–330 v. Chr. über die Stämme der Perser, die mit anderen indoiranischen Völkern um 1000 v. Chr. aus Zentralasien in den westlichen Iran eingewandert waren. Nach den ersten Achämenidenkönigen Teispes, Ariaramnes, Kyros I. und Kambyses I. begründete Kyros II. (der Große) die Vormachtstellung der Perser im Vorderen Orient. Er unterwarf Medien, Lydien und das übrige Kleinasien, Babylonien und das Reich der Chaldäer. Sein Nachfolger Kambyses II. gliederte 525 v. Chr. Ägypten dem Achämenidenreich ein. Dareios I. unternahm Feldzüge gegen Ägypten 518 v. Chr., über den Bosporus 512 v. Chr. gegen die Skythen am Schwarzen Meer und unterwarf Thrakien und Makedonien und das Industal (Pandschab). Kurz nach 500 v. Chr. empörten sich die Griechen in den westkleinasiatischen Städten gegen die persische Herrschaft (Beginn der Perserkriege). Der Aufstand wurde 494 v. Chr. mit der Zerstörung Milets niedergeworfen. Strafexpeditionen gegen Griechenland misslangen Dareios I. ebenso wie seinem Nachfolger Xerxes I. Unter den folgenden Königen, Artaxerxes I., Xerxes II., Dareios II. und Artaxerxes II. wurde das Reich von Aufständen und inneren Kämpfen heimgesucht. Ägypten ging 412 v. Chr. verloren; den Griechen mussten weitgehende Zugeständnisse eingeräumt werden. Mit Artaxerxes III. wurde letztmalig ein tatkräftiger Herrscher Großkönig (359 v. Chr.). Er schlug die Aufstände im Innern nieder, gewann Ägypten zurück und konnte das persische Reich auch im Äußeren festigen. Dareios III. wurde nach einigen Erfolgen im westlichen Kleinasien von Alexander dem Großen 331 v. Chr. in der Schlacht bei Gaugamela vernichtend geschlagen und wenig später im Ostiran ermordet. Mit Alexanders Sieg endete die Herrschaft der Achämeniden, ihr Reich ging in das Weltreich Alexanders des Großen über.
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Fatale Rauchzeichen

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