Lexikon
Madeira
Flagge von Madeira
© wissenmedia
Insel im Atlantischen Ozean, westlich von Marokko, 741 km2, 265 000 Einwohner; bildet mit einigen benachbarten Inseln den portugiesischen Überseedistrikt Funchal; mächtige Basalt- und Tuffdecken bilden einen Schild, der (im Pico Ruivo 1861 m hoch) besonders im Norden eine steile Kliffküste hat; ozeanisch mildes subtropisches Klima mit reichen Niederschlägen auf der Nordseite und Regenarmut an der Südküste. Die Reste des früher weit verbreiteten Lorbeerwalds („Laurisilva“) in den Schluchten der Nordküste wurden 1999 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. – Die Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholisch und portugiesischer Herkunft. – Durch künstliche Bewässerung Anbau von Wein, Zuckerrohr, Blumen, Bananen, Ananas und Frühgemüse; Getreideanbau (besonders Mais) und Rinderzucht haben größere, der Fischfang (Thunfische) hat geringere Bedeutung. Die Industrie verarbeitet Agrarprodukte, in Heimarbeit werden Spitzen hergestellt und Weidenkörbe geflochten. Wichtig ist der Tourismus; Haupthafen bei der Hauptstadt Funchal, internationaler Flughafen im Osten der Insel.
Wissenschaft
Saugen und stechen
Manche Insekten haben es auf Pflanzensäfte abgesehen, andere bevorzugen Blutmahlzeiten. Forscher nutzen hochauflösende Kameras, um die filigranen Mundwerkzeuge zu untersuchen. von TIM SCHRÖDER An einem Januartag im Jahr 1862 überreicht ein Bote dem Naturforscher Charles Darwin eine kleine Kiste. Sie ist randvoll gefüllt mit...
Wissenschaft
Ein Molekül voll Hoffnung
Die Corona-Impfungen haben die mRNA berühmt gemacht. Doch sie waren nur der Anfang. Künftig könnten die kleinen Moleküle seltene Erkrankungen heilen und die Prävention von Herzinfarkten revolutionieren. von EDDA GRABAR Frühsommer 2021. Es hätte für Christian Wawrzinek nicht besser laufen können – den Zahnmediziner, der mit seinem...