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LEXIKON

Montand

[
mɔ̃ˈ
]
Yves, eigentlich Ivo Livi, französischer Schauspieler und Sänger, * 13. 10. 1921 Monsumano (Italien),  9. 11. 1991 Senlis bei Paris; pflegte, wie M. Chevalier und E. Piaf vor ihm, den Chant populaire; viele Filmrollen, u. a. in „Lohn der Angst“ 1952; „Grand Prix“ 1966; „Z“ 1968; „Die schönen Wilden“ 1975; „Wahl der Waffen“ 1981; „Jean de Florette“ 1986; „Insel der Dickhäuter“ 1992.
Montand, Yves
Yves Montand
  • Deutscher Titel: Lohn der Angst
  • Original-Titel: LE SALAIRE DE LA PEUR
  • Land: Frankreich
  • Jahr: 1952
  • Regie: Henri-Georges Clouzot
  • Drehbuch: Henri-Georges Clouzot, Jérome Gérônimi, nach dem Roman von G. Arnaud
  • Kamera: Armand Thirard
  • Schauspieler: Yves Montand, Charles Vanel, Folco Lulli, Peter van Eyck
  • Auszeichnungen: Goldene Palme und Darstellerpreis Filmfestspiele Cannes 1953 für Film und Darsteller (Charles Vanel), Goldener Bär Filmfestspiele Berlin 1953 für Film
Kein Lichtblick erhellt das Leben der gescheiterten Existenzen, die in dem Kaff Las Piedras in Venezuela ihr Dasein fristen. Das wird anders, als 500 Kilometer entfernt eine Ölquelle brennt. Um das Feuer einzudämmen, braucht man dort Nitroglyzerin.
Vier Männer wollen es wagen, die gefährliche Fracht durch den Urwald zu transportieren: Mario (Yves Montand), Jo (Charles Vanel), Luigi und Bimba. Der Lohn: 2000 US-Dollar, genug, um der Einöde zu entkommen.
Sehr bald schon werden Mario und sein Beifahrer Jo Zeugen, wie der Lastwagen der beiden anderen explodiert. Mario fährt mit eisernem Durchhaltewillen weiter und kommt schließlich als Einziger lebend an. Dies bringt ihm überraschend auch Jos Anteil vom Lohn ein. Dabei hat er dessen Tod bei der Fahrt verursacht. Trunken vor Freude erleidet Mario auf der Rückfahrt einen tödlichen Unfall.
Clouzots Klassiker wird auch international mit außergewöhnlich viel Lob bedacht. Seine einleitende, lange Schilderung des trostlosen Ortes vermittelt hervorragend die drückende Atmosphäre des Lebens dort. Die Spannung des nachfolgenden, temporeichen Teils wirkt gerade wegen der ausführlichen Einführung so atemberaubend.
25 Jahre später unternimmt Regisseur William Friedkin unter dem Titel »Atemlos vor Angst« einen erfolglosen Remake-Versuch mit Roy Scheider in der Hauptrolle.
  • Deutscher Titel: Z
  • Original-Titel: Z
  • Land: Frankreich
  • Jahr: 1968
  • Regie: Constantin Costa-Gavras
  • Drehbuch: Jorge Semprun, Constantin Costa-Gavras, nach einem Roman von Vassili Vassilikos
  • Kamera: Raoul Coutard
  • Schauspieler: Yves Montand, Jean-Louis Trintignant, Irene Papas, Jacques Perrin
  • Auszeichnungen: Oscars 1970 für ausländischen Film und Schnitt, Spezialpreis der Jury Filmfestspiele Cannes 1969 für Film und Darsteller (Jean-Louis Trintignant)
Der Exilgrieche Constantin Costa-Gavras verfilmt in »Z« einen spektakulären Polit-Mord aus seiner Heimat. In Griechenland führte der »Fall Lambrakis« 1963 zum Regierungswechsel. Ebenso als Anklage der politischen Verhältnisse wie als spannendes Unterhaltungskino findet der Polit-Thriller ein breites internationales Publikum.
Nach einer Demonstration kommt ein geachteter oppositioneller Universitätsprofessor (Yves Montand) bei einem Unfall ums Leben. Ein unerfahrener Untersuchungsrichter (Jean-Louis Trintignant) wird mit der Klärung des Falls beauftragt. Im Verlauf seiner Recherchen entdeckt er, dass der Unfall nur vorgetäuscht war und der Politiker ermordet wurde. Das Komplott führt bis in höchste Militär- und Regierungskreise, doch durch die Ermittlungen können Täter wie Vertuscher ermittelt werden.
Erneut verbindet der Regisseur bekannte Krimimuster mit authentischen Inhalten. Wenn die Personen in »Z« namenlos bleiben, ist das nur ein Hinweis auf gleiche Strukturen in anderen Diktaturen.
  • Deutscher Titel: Wahl der Waffen
  • Original-Titel: LE CHOIX DES ARMES
  • Land: Frankreich
  • Jahr: 1981
  • Regie: Alain Corneau
  • Drehbuch: Alain Corneau, Michel Grisolia
  • Kamera: Pierre-William Glenn
  • Schauspieler: Yves Montand, Gérard Depardieu, Cathérine Deneuve, Michel Galabru
Der Gangster Mickey (Gérard Depardieu) bricht mit einem Komplizen aus dem Gefängnis aus und erschießt auf der Flucht einen Polizisten. Die beiden suchen bei dem ehemaligen Ganoven, nun aber gesetzestreuen Bürger Noël (Yves Montand) Unterschlupf. Obwohl dieser zunächst seine Familienidylle gefährdet sieht, entwickelt er zunehmend Verständnis für Mickey. Im Verlauf der weiteren Ereignisse werden sowohl Noëls Frau Nicole (Cathérine Deneuve) als auch Mickey von der Polizei erschossen. Die Schlusssequenz zeigt, wie Noël sich Mickeys kleiner Tochter annimmt, um ihr ein besseres Leben zu ermöglichen.
Der von Alain Corneau inszenierte Film schildert in einfühlsamen Bildern die Suche nach individuellem Glück. Im Mittelpunkt der Darstellung stehen die differenzierte Charakterisierung der Figuren und die sie bestimmenden Lebensumstände. Die überzeugenden Schauspieler garantieren dabei spannende Unterhaltung bis zum Ende.
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