Lexikon
Mulisch, Harry: Die Entdeckung des Himmels
- Erscheinungsjahr: 1992
- Veröffentlicht: Niederlande
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Die Entdeckung des Himmels
- Original-Titel: De ontdekking van de hemel
- Genre: Roman
Als einen Versuch, der chaotischen Welt der Gegenwart mit den Mitteln der Literatur eine Ordnung abzugewinnen, lässt sich der groß angelegte Roman »Die Entdeckung des Himmels« von Harry Mulisch (* 1927) verstehen, und der Autor kommt dabei ohne die Hilfe des Himmels nicht aus. Zwei Freunde, der weltfremde, ungepflegte Sprachforscher Onno und der lebensfrohe, sinnlichen Genüssen nicht abgeneigte Astronom Max lieben während einer Kurzreise ins revolutionäre Kuba zu Beginn der 60er Jahre in einer Nacht dieselbe Frau, die Cellistin Ada, doch das Kind Quinten, das sie neun Monate später gebiert, ist nicht von ihnen, sondern – wie der Leser erfährt, die vermeintlichen Väter bleiben lange ahnungslos – göttlichen Ursprungs. Quinten hat die Aufgabe, die Gesetzestafeln mit den zehn Geboten, die Gott einst Moses auf dem Berg Sinai überreichte, zurückzubringen, da sie für den Untergang zutreibende Menschheit keine Bedeutung mehr haben. – Mulischs Roman ist kein abstraktes Konstrukt, sondern ein lebensvolles, in kräftigen Farben angelegtes Porträt der Nachkriegsgeneration, die am Leiden und an der Schuld der Väter ein Leben lang trägt und von ihren sozialistischen Träumen längst Abschied genommen hat. Obwohl sie im wohl geordneten demokratischen Gemeinwesen ihren Platz gefunden hat, ist sie gleichwohl von Katastrophenvisionen geplagt.
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