Lexikon

Mundartdichtung

die nicht in der Hochsprache, sondern in einem Dialekt geschriebene Literatur. Nachdem M. Luthers Bibelübersetzung sowie die Kanzleien eine deutsche Schriftsprache durchgesetzt hatten, wurden die deutschen Mundarten literarisch fast nur mehr zu komischen Wirkungen benutzt, z. B. in Barockschauspielen. Das wandelte sich zunächst im 18. Jahrhundert und führte zu dem außerordentlichen Erfolg von J. P. Hebels „Alemannischen Gedichten“ 1803. Im Niederdeutschen wurden K. Groth und F. Reuter die entscheidenden Bahnbrecher, in der Schweiz besonders J. Gotthelf. Auf der Wiener Volksbühne (J. A. Stranitzky, F. Raimund, J. N. Nestroy, L. Anzengruber) wurde die Bühnenwirksamkeit einer richtig verwendeten Mundart vorgelebt. Bedeutende Mundartdichtung verfassten in der Gegenwart der Schweizer K. Marti und der Österreicher H. C. Artmann.
Inseln, Vulkane, Leben
Wissenschaft

Oasen des Lebens

Vulkane löschen Leben aus – und lassen neues entstehen. von BETTINA WURCHE Der Ausbruch eines Vulkans mit seinen Glutwellen und Lavaströmen verbrennt mit einem Schlag alles Grün, vom Grashalm bis zum Baum. Nicht rechtzeitig geflohene Tiere ersticken in toxischen Gasen oder zerfallen zu Asche. Schließlich hinterlässt das...

Alzheimer
Wissenschaft

Energiekrise im Gehirn

Ablagerungen des Amyloid-Proteins im Gehirn sind charakteristisch für die Alzheimer-Erkrankung. Es mehren sich Hinweise, dass außerdem die Mitochondrien, also die Energieversorger unserer Zellen, eine bedeutende Rolle im Krankheitsverlauf spielen. von CINDY HEMPP Es ist der 3. November 1906, als Alois Alzheimer bei der 37....

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