Lexikon

Mundartdichtung

die nicht in der Hochsprache, sondern in einem Dialekt geschriebene Literatur. Nachdem M. Luthers Bibelübersetzung sowie die Kanzleien eine deutsche Schriftsprache durchgesetzt hatten, wurden die deutschen Mundarten literarisch fast nur mehr zu komischen Wirkungen benutzt, z. B. in Barockschauspielen. Das wandelte sich zunächst im 18. Jahrhundert und führte zu dem außerordentlichen Erfolg von J. P. Hebels „Alemannischen Gedichten“ 1803. Im Niederdeutschen wurden K. Groth und F. Reuter die entscheidenden Bahnbrecher, in der Schweiz besonders J. Gotthelf. Auf der Wiener Volksbühne (J. A. Stranitzky, F. Raimund, J. N. Nestroy, L. Anzengruber) wurde die Bühnenwirksamkeit einer richtig verwendeten Mundart vorgelebt. Bedeutende Mundartdichtung verfassten in der Gegenwart der Schweizer K. Marti und der Österreicher H. C. Artmann.
Lichtstrahlen und kleine Lichtpunkte strahlen aus einer Faseroptik in dunklem Hintergrund.
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Licht im Chip

Laserpulse in Glasfasern bringen das schnelle Internet ins Haus. Künftig sollen auch Schaltkreise in Computern Licht nutzen. Dazu müssen sie völlig anders funktionieren als die Bausteine herkömmlicher Elektronik. von ANDREAS THOSS Der Datendurchsatz im Internet hat sich in den letzten Jahren rasch entwickelt: Nach Angaben des...

Felsgravur eines Kamels
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In der Wüste Saudi-Arabiens haben Archäologen riesige Gravuren auf steilen Felswänden gefunden, die dort vor 12.800 bis 11.400 Jahren eingeritzt wurden. Sie zeigen Tiere wie Kamele und Gazellen in Lebensgröße und dienten wahrscheinlich als generationenübergreifende Wegweiser zu den seltenen Oasen. Demnach wurde diese...

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