Lexikon
Neurodermịtis
[
atopisches Ekzemgriechisch
]entzündliche Hautkrankheit, die durch Anfälle von quälendem Juckreiz, besonders nachts, gekennzeichnet ist und meist chronisch verläuft. Durch nicht unterdrückbares Kratzen kommt es immer wieder zu schweren Hautschäden (z. B. bakterielle Hautentzündungen). Als Ursache wird ein Zusammenspiel von ererbten Anlagen und Umweltfaktoren angenommen. Häufig ist Neurodermitis mit anderen allergischen Erkrankungen gekoppelt. Die Krankheit verläuft in Schüben, die z. B. durch seelische Belastungen oder Allergene ausgelöst werden können. Sie beginnt häufig schon etwa ab dem 3. Lebensmonat im Säuglingsalter als Milchschorf, immer häufiger aber auch erst im Erwachsenenalter. Im akuten Schub erfolgt eine Linderung der Beschwerden durch juckreizstillende Cremes, Antihistaminika und eventuell kurzfristige Gabe von Cortison. Langfristig sollte eine psychische Stabilisierung angestrebt werden. Manchmal helfen eine Klimatherapie (Reizklima), vermehrte UV-Bestrahlung oder eine Ernährungsumstellung (allergenfreie Diät). Mit zunehmendem Alter nimmt die Intensität der Beschwerden häufig ab. Lange Stillzeiten u. allergenarme Säuglingsnahrung sollen bei familiärer Vorbelastung hilfreich sein.
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