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LEXIKON

Ökumne

[
die; griechisch
]
interreligiöser Dialog
ursprünglich die ganze (bewohnte) Erde; daraus entwickelten sich im Laufe der (Kirchen-)Geschichte vielfache Bedeutungen: 1. in der Antike zur Bezeichnung der hellenistischen Welt (zur Abgrenzung gegen die nicht griechisch sprechenden „Barbaren“), später des römischen Imperiums; 2. die gesamte christliche Kirche; 3. von allgemeiner christlicher oder kirchlicher Gültigkeit (ökumenisches Konzil); 4. die weltweite christliche Mission; 5. die Beziehungen zwischen den unterschiedlichen christlichen Konfessionen. In dieser heutigen Bedeutung wurde der Begriff zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Bischof N. Söderblom zur Bezeichnung der Einheitsbestrebungen in den christlichen Kirchen eingeführt. Davon abgeleitet und im allgemeinen Sprachgebrauch oft synonym verwendet entwickelte sich der Begriff der ökumenischen Bewegung. Seit einigen Jahren gibt es außerdem verstärkte Bemühungen, den Begriff Ökumene sowie einen ökumenischen Dialog auch auf nichtchristliche Religionen wie das Judentum und den Islam auszudehnen; die offizielle Kirche bevorzugt hierfür jedoch den Begriff „interreligiöser Dialog“ oder „interreligiöse Ökumene“.
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