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Wer ernährt sich hauptsächlich von Flechten?

Die frei lebenden Rentiere, für die Rentierflechten – insbesondere die Arten Cladonia rangiferina, Cladonia stellaris und Cladonia arbuscula – die wichtigste Nahrungsquelle darstellen und die vor allem in den Wintermonaten unersetzlich sind. Die Tiere nutzen die Samen und weiden nur die obersten drei Zentimeter ab, so dass die Flechten sich wieder regenerieren können. Zwar ist der Nährwert der Flechten recht gering, doch werden die Kohlenhydrate mithilfe des Enzyms Lichenase im Magen und im Pansen der Rentiere optimal aufgespalten, so dass sie gut verwertbar sind. Ein Rentier benötigt pro Tag rund zwei Kilogramm Trockenmasse an Flechten, das entspricht einer Fläche von zwölf Quadratmetern, weswegen die Tiere ständig auf der Wanderschaft sind und riesige Strecken zurücklegen.

Übrigens: Die Bartflechte Bryoria fuscescens kann auch der Mensch essen. Sie wurde früher zu Brot und Zwieback oder auch Suppe verarbeitet.

Foto einer blühenden Pflanze der Art Asarum simile
Wissenschaft

Ursprung des Aasgeruchs mancher Blumen entdeckt

Manche Pflanzen locken bestäubende Insekten nicht mit süßen Düften an, sondern mit dem Gestank der Verwesung. Wie Blumen diese „Stinkstoffe“ herstellen, haben nun Biologen mittels DNA-Vergleichen von Asarum-Pflanzen herausgefunden. Demnach weisen die Blütenzellen bei einigen Arten in ihrem Erbgut Veränderungen in einem einzelnen...

Wissenschaft

Ozonbelastung verringert Kohlenstoffbindung

Was uns an heißen Sonnentagen belastet, macht offenbar auch tropischen Bäumen schwer zu schaffen: Bodennahes Ozon, das sich durch Luftverschmutzung bildet, schränkt das Wachstum der Tropenwälder deutlich ein, geht aus einer Studie hervor. Den Hochrechnungen zufolge könnte anthropogene Ozonbelastung zu einer um 17 Prozent...

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