Wissensbibliothek
Wer ernährt sich hauptsächlich von Flechten?
Die frei lebenden Rentiere, für die Rentierflechten – insbesondere die Arten Cladonia rangiferina, Cladonia stellaris und Cladonia arbuscula – die wichtigste Nahrungsquelle darstellen und die vor allem in den Wintermonaten unersetzlich sind. Die Tiere nutzen die Samen und weiden nur die obersten drei Zentimeter ab, so dass die Flechten sich wieder regenerieren können. Zwar ist der Nährwert der Flechten recht gering, doch werden die Kohlenhydrate mithilfe des Enzyms Lichenase im Magen und im Pansen der Rentiere optimal aufgespalten, so dass sie gut verwertbar sind. Ein Rentier benötigt pro Tag rund zwei Kilogramm Trockenmasse an Flechten, das entspricht einer Fläche von zwölf Quadratmetern, weswegen die Tiere ständig auf der Wanderschaft sind und riesige Strecken zurücklegen.
Übrigens: Die Bartflechte Bryoria fuscescens kann auch der Mensch essen. Sie wurde früher zu Brot und Zwieback oder auch Suppe verarbeitet.
Ein Bluttest für das Chronische Erschöpfungssyndrom
Das Chronische Erschöpfungssymptom bedeutet für Betroffene oft eine extreme Einschränkung ihrer Lebensqualität, ist aber medizinisch bisher schwer zu diagnostizieren. Wegen der oft unspezifischen Symptome dauert es oft Monate bis Jahre, bis Patienten ihre Diagnose erhalten. Nun haben Forschende einen Bluttest entwickelt, der...
Viel zu viele Teilchen
Der AMS-Detektor an Bord der Internationalen Raumstation analysiert seit über zehn Jahren die Kosmische Strahlung. Nun offenbarten seine Daten Unerwartetes. von DIRK EIDEMÜLLER Bei Teilchenphysik denkt man meistens an große Beschleuniger, etwa an den Large Hadron Collider (LHC) bei Genf. Diese riesigen Maschinen bringen...