Lexikon

Pauke

Kesselpauke, italienisch timpano
ein Schlag- und Rhythmusinstrument des Orchesters; ein metallener Kessel, über den ein Kalbs- oder Eselsfell oder ein synthetisch hergestelltes Fell gespannt ist. Die Spannung des Fells und damit die Tonhöhe kann erhöht bzw. erniedrigt werden. Die Pauke gibt im Gegensatz zur Trommel stets einen genau bestimmbaren Ton. Bei modernen Pauken (seit 1812 entwickelt) ist das Spannverfahren mechanisiert (Maschinenpauke als Dreh-, Kurbel- oder Pedalpauke), so dass schnellstes Umstimmen und sogar Glissandoeffekte möglich sind. Die volkstümlich fälschlich so genannte Pauke der Militär- und Tanzmusik ist eine Große Trommel. Pauken werden mit 2 Schlegeln geschlagen. Der Umfang liegt zwischen D und d.
Wohl durch die Kreuzzüge wurden die noch kleinen orientalischen Pauken in Europa bekannt. Ihre heutige große Form kam um 1457 aus Ungarn und wurde bald als Bass in die Trompeterchöre großer Herren aufgenommen. Im Orchester wurde sie schon im 17. Jahrhundert verwendet.
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