Lexikon

Psychophrmaka

[
Plural; griechisch
]
Sammelbezeichnung für chemisch verschiedenartige Arzneimittel, die die Aktivität des Zentralnervensystems beeinflussen und auf psychische Funktionen wie Stimmung, Affektivität und Emotionalität wirken. Nach der Wirkungsweise kann man u. a. folgende Gruppen von Psychopharmaka unterscheiden: 1. Neuroleptika (Neuroplegika), die beruhigend, dämpfend wirken, z. T. mit antipsychotischem Effekt; sie werden bei akuter Psychose und zur Behandlung der Schizophrenie eingesetzt; 2. Antidepressiva, mit antriebssteigernder und aufhellender Wirkung oder auch angstlösend und antriebsdämpfend; sie kommen bei verschiedenen Formen von Depressionen zur Anwendung; 3. Tranquilizer, Anxiolytiker, die je nach Wirkstoff oder Dosierung eine beruhigende, schlaffördernde oder muskelentspannende Wirkung haben; sie dienen zur Behandlung bei Angst- und Spannungszuständen, sollten aber nur zeitlich begrenzt zur Anwendung kommen, da die Gefahr der Abhängigkeit besteht. Sie können keine Psychotherapie ersetzen; 4. Lithiumsalze, werden speziell zur Behandlung der manisch-depressiven Erkrankung eingesetzt, um der depressiven Phase vorzubeugen; 5. Psychotonika (Psychostimulanzien), wirken psychisch anregend und antriebssteigernd.
Auch Hypnotika (Schlafmittel) und Sedativa sind im weiteren Sinne als Psychopharmaka anzusehen, ebenso gewisse Genussmittel (Alkohol, Nikotin). Drogen.
Realität, Quantenwelt, Einstein
Wissenschaft

Einsteins Spuk

In der mysteriösen Quantenwelt scheinen sich Orte und Entfernungen aufzulösen – und damit vielleicht sogar die ganze im Alltagsleben vertraute Wirklichkeit. von RÜDIGER VAAS Gleich am Anfang des ersten Kapitels seiner Einstein-Biografie „Raffiniert ist der Herrgott …“ erinnert sich Abraham Pais an einen Spaziergang im US-...

Älterer Mann mit weißen Haaren, trägt VR-Headset und hält zwei Controller. Trägt rote Pullover.
Wissenschaft

»Alzheimer einige Jahre früher erkennen«

Warum der Alzheimer-Forscher Thomas Wolbers seine Probanden in eine virtuelle Welt versetzt, erzählt er im Interview. Das Gespräch führte tim schröder Herr Prof. Wolbers, neuartige Alzheimer-Medikamente wie Lecanemab können nur dann helfen, wenn die Krankheit sehr früh diagnostiziert wird – idealerweise, bevor die ersten Symptome...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon