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Faszination des Leidens

Warum uns der Krieg der Bilder in seinen Bann zieht

Erstmals in der Geschichte der Menschheit können wir vom sicheren Sofa aus hautnah einen Krieg verfolgen. Artillerieangriffe, Bombeneinschläge, Zivilisten zwischen den Fronten, Tod, Leid, Zerstörung - und wir sind live dabei. Information oder Spektakel: Wo ist die Grenze?

Versteckter Unterhaltungswert

Schon der Golfkrieg von 1991 war ein massenmediales Superevent. Selbstkritisch erklärt ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender: "Es war totales Fernsehen mit null Informationen und trotzdem haben wir mitgemacht. Wir waren von der Einschaltquote fasziniert." Doch die Bilder von damals waren ganz anders inszeniert als heute. Der französische Philosoph Paul Virilio analysierte in seinem Buch „Krieg und Fernsehen“ die unpersönliche Kühle der Filmsequenzen, in denen Fadenkreuze und ferngesteuerte Marschflugkörper dominierten. Die „Operation Wüstensturm“ wirkte auf ihn wie ein Videospiel.

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Monika Wittmann
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