Gesundheit A-Z
Schizophrenie
Spaltungsirreseinpsychische Erkrankung mit vielfältigem Erscheinungsbild und unterschiedlichem Verlauf, die meist erstmals zwischen der Pubertät und dem dreißigsten Lebensjahr in Erscheinung tritt. Die Ursache ist unbekannt, wahrscheinlich spielen bei der Entstehung erbliche, biografische, psychosoziale und biochemische Faktoren eine Rolle, die in Kombination mit gesteigerter Verletzlichkeit zum Ausbruch der Erkrankung führen. Gekennzeichnet ist die Schizophrenie durch charakteristisch veränderte, ungewöhnliche Erlebens- und Verhaltensweisen. Der Kranke hat das Gefühl, sein Denken, Fühlen und Wollen nicht selbst bestimmen zu können, sondern von außen gesteuert zu werden. Der Schizophrene hat den Eindruck, seine Gedanken würden hörbar oder ihm entzogen oder fremde Gedanken würden ihm eingegeben. Das Denken wird langsam, unlogisch und sprunghaft. Ein typisches Symptom der Schizophrenie sind akustische Halluzinationen; der Kranke hört z. B. Stimmen, die einen Dialog miteinander führen oder seine Handlungen kommentieren. Häufig ist auch eine Wahnsymptomatik vorhanden; der Patient glaubt, dass er verfolgt oder vergiftet wird oder er fühlt sich als bedeutende Persönlichkeit. Die Schizophrenie wird medikamentös mit Psychopharmaka behandelt (in erster Linie Neuroleptika), dazu kommen zahlreiche unterstützende Maßnahmen wie Psychotherapie oder Arbeits- und Beschäftigungstherapie. Die Erkrankung verläuft langsam fortschreitend oder schubweise. Es kann in jedem Stadium zu einer Rückbildung der Symptome kommen, häufig bleiben jedoch erhebliche Persönlichkeitsveränderungen bestehen.
Wissenschaft
Ferne Welten aus der Vogelperspektive
Ingenuity, der erste Helikopter auf dem Mars, hat gut 1.000 Tage lang die Erforschung des Planeten beflügelt. Auch andernorts im Sonnensystem wird der Flugverkehr zunehmen. von THORSTEN DAMBECK Es klang wie eine Todesanzeige, als das Wissenschaftsmagazin nature seinen Lesern im Februar 2024 mitteilte: „Ingenuity, das erste Gerät...
Wissenschaft
Unser unzuverlässiges Gedächtnis
Warum wir unseren Erinnerungen zuweilen nicht trauen können, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Polizisten können ein Lied davon singen: Was Augenzeugen eines Unfalls oder Verbrechens im Brustton der Überzeugung behaupten, gesehen zu haben, muss keinesfalls stimmen. Dazu sind unsere Erinnerungen viel zu fehlerhaft und störanfällig....