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LEXIKON

Psychse

[
die; griechisch
]
psychotische Störung
Sammelbegriff für schwere psychische Erkrankungen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass es zu einem Realitätsverlust mit gravierenden Störungen im Bezug zur Umwelt und scheinbar unbegründeten Verhaltensveränderungen kommt. Zu den Symptomen zählen Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Ichstörungen, Angstzustände, Depression und Manie. Im akuten Stadium fehlt dem Betroffenen meist die Einsicht in seinen krankhaften Zustand. Als exogene, symptomatische oder organische Psychosen werden die Formen bezeichnet, die durch nachvollziehbare körperliche Schäden wie z. B. Tumoren, Infektionen, Verletzungen, Stoffwechselstörungen, Alkohol- oder Drogenmissbrauch hervorgerufen werden. Eine endogene oder funktionelle Psychose ist durch keine organische Schädigung begründbar. Hierzu gehören als häufigste Formen die Schizophrenie und die manisch-depressive Erkrankung. Wenn möglich, wird die organische Grunderkrankung behandelt, im übrigen erfolgt die Therapie durch Medikamente (z. B. Lithium, Antidepressiva) und Psychotherapie mit nachfolgenden Rehabilitationsmaßnahmen. Von den Psychosen sind die Neurosen zu unterscheiden.
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