Lexikon
Restriktiọnsenzyme
[
lateinisch + griechisch
]bakterielle Enzyme, die doppelsträngige DNA im Bereich spezifischer Basensequenzen (Erkennungssequenzen) spalten. Je nach Restriktionsenzym entstehen dabei glatte Schnittstellen (blunt ends) oder kurze kohäsive, überstehende Einzelstrangenden (sticky ends) an den Restriktionsfragmenten. Heute sind mehrere hundert Restriktionsenzyme mit verschiedenen Erkennungssequenzen bekannt, die in vielen molekularbiologischen Verfahren als „Gen-Scheren“ eingesetzt werden. Mit ihrer Hilfe lassen sich ganze Genome in Fragmente zerlegen. Abhängig vom verwendeten Restriktionsenzym entstehen unterschiedliche „Schnittmuster“. In Bakterien dienen Restriktionsenzyme als natürlicher Schutz gegen eindringende Fremd-DNA.
Wissenschaft
Aus Zwei mach Drei
Viele der heißesten Debatten in der Biologie werden über evolutionsbiologische Themen geführt. Bis heute ganz vorn mit dabei: die Mechanismen der Artbildung. Oder wie die Fachwelt sagt: Speziation. Ein Beispiel hatten wir an dieser Stelle bereits, als es um das ungelöste Dilemma ging, wie man den Begriff der biologischen Art...
Wissenschaft
Glutamat-Produzent ist Mikrobe des Jahres 2025
Die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) hat das keulenförmige Bakterium Corynebacterium glutamicum zur Mikrobe des Jahres ernannt. Für die Industrie ist dieses Bakterium von hoher Bedeutung, da es tonnenweise nützliche Substanzen wie Aminosäuren und Proteine für Lebensmittel und Tierfutter produziert....