Lexikon
Röntgentherapie
die seltene Anwendung von Röntgenstrahlen zu Heilzwecken als Form der Strahlentherapie. In den durch Röntgenstrahlen getroffenen Stellen werden Moleküle ionisiert und zerstören dadurch die Zelle. Da sie auf teilungsaktives Keim- und Tumorgewebe stärker als auf normales Gewebe wirken, ist eine Verwendung zu Heilzwecken möglich. In Frage kommen: 1. Oberflächenbestrahlung zur unspezifischen Umstimmungstherapie z. B. bei Entzündungen, zur Schmerztherapie bei entzündlich-degenerativen Gelenkerkrankungen oder zur Behandlung oberflächlicher Tumoren; 2. Tiefenbestrahlung zur Behandlung tief liegender Geschwülste; hier wird, um Hautschädigungen zu vermeiden und trotzdem hohe Strahlenmengen geben zu können, von verschiedenen Feldern aus auf ein Gebiet in die Tiefe gewirkt; Leicht- oder Schwermetallfilter absorbieren dabei die hautschädigenden weichen und mittelweichen Strahlen.
Wissenschaft
Neuer Ansatz für die künstliche Photosynthese
Die Pflanzen haben mit ihrer Photosynthese eine geniale Methode entwickelt, um mithilfe des Sonnenlichts Kohlendioxid zu binden und energiereiche Moleküle zu produzieren. Chemiker haben dies nun zum Vorbild genommen und einen Farbstoffstapel entwickelt, der ähnlich funktioniert wie der Lichtsammelkomplex im Photosynthese-Apparat...
Wissenschaft
Aufschlussreiche Marker
Biomarker neuen Typs ermöglichen es, Alzheimer im Blut zu erkennen und Depressionen anhand des Hirnstroms aufzuspüren. Zudem lassen sich damit Krebs sowie Erkrankungen von Nerven, Herz und Kreislauf immer häufiger individualisiert behandeln. von CHRISTIAN JUNG Ein häufiges Phänomen: Mehrere Patienten haben dieselbe Diagnose,...