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Warum werden Kirschen wurmig?

Weil sie von der Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi) befallen sind. Im Fruchtfleisch lässt sich bei genauerer Betrachtung ein weißlicher »Wurm« entdecken, der sich allerdings gar nicht als Wurm, sondern als Made entpuppt, nämlich als die der Kirschfruchtfliege. Sie gilt als der ärgste Feind professioneller Obstbauern, gerade in wärmeren Regionen Süd- und Mitteleuropas. Das etwa fünf Millimeter lange Insekt hat es vor allem auf Süß- und weniger auf Sauerkirschen abgesehen. Braune, eingesunkene Stellen in Stielnähe und weiches Fruchtfleisch sind deutliche Anzeichen für einen Befall.

Die Fliege überwintert unterirdisch als Puppe, in der sich bis Mitte Mai das erwachsene Tier entwickelt. Wenn die Kirschen beginnen, sich von Gelb nach Gelbrot umzufärben, legen die Weibchen jeweils ein Ei in der Frucht ab – insgesamt 100 bis 250! Etwa eine Woche später schlüpfen daraus weiße Maden und schlemmen sich rund um den Kern durch das saftig rote Fleisch. Nach drei bis vier Wochen sind sie ausgewachsen, fallen zu Boden und verpuppen sich dort für die nächste Generation.

Die Entdeckung des schönen Scheins
Wissenschaft

Die Entdeckung des schönen Scheins

Das Phänomen der Fluoreszenz bei Meerestieren wurde lange kaum beachtet. Mit der erstmaligen Beobachtung leuchtender Landlebewesen aber ist es zum Trendthema geworden. Wozu die Fluoreszenz gut ist, darüber rätseln die Zoologen noch immer. von TIM SCHRÖDER Manchmal braucht es etwas länger, bis ein wissenschaftliches Thema...

Wissenschaft

Sturzflug, Segelflug, Schwebeflug

Wie Vögel ihre Körper perfekt an ihren Lebensraum angepasst und entsprechende Flugtechniken entwickelt haben. Von RALF STORK Im zentralen Lichthof des Berliner Naturkundemuseums gibt es ein Exponat von unschätzbarem wissenschaftlichem Wert. Nein, gemeint ist nicht Giraffatitan brancai, das mit 13,27 Metern Höhe größte...

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