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Fit durch den Herbst

Im Herbst brauchen wir vor allem zwei Dinge: Die Stärkung unseres Immunsystems, um ohne grippale Infekte durch die kalte Jahreszeit zu kommen, und ein Mittel gegen den "November-Blues", der uns bei grauem Nieselwetter die Stimmung vermiest. Häufig hilft das Eine auch dem Anderen. Denn was gute Laune macht, gibt auch unseren Abwehrkräften Schwung. Die Zahl und Leistung der Abwehrzellen nimmt zu, wenn wir uns fit und fröhlich fühlen.
von wissen.de-Autorin Gesa Gunturu

Training fürs Immunsystem

Durchhalten!
johnnyberg / freeimages.com

In der Übergangszeit sind wir besonders anfällig für Krankheiten. Der verkürzte Tag und die starken Temperaturschwankungen sind Stress für unser Immunsystem. Selbst wenn Sie sich jetzt nur noch mit Gummistiefeln und Schal aus dem Haus wagen: Ein Schnupfen wird sich auch bei größter Vorsicht nie ganz vermeiden lassen. Aber wer ein starkes Immunsystem hat, kann nicht nur Krankheitskeime besser abwehren, sondern wird auch mit einer Erkältung besser fertig.

 

Vitamin-Stoß

Vitamine sind Grundpfeiler unseres Stoffwechsels. Sie erhalten die Fließkraft des Blutes und helfen bei der Energiegewinnung und beim Aufbau der Aminosäuren, die Abwehrzellen bilden. Jetzt besonders wichtig: Die Vitamine C, A und E, Betacarotin und die B-Gruppe inklusive Folsäure; außerdem Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Eisen und Selen.

Normalerweise nehmen wir genügend dieser Stoffe mit einer ausgewogenen Ernährung auf, allerdings entziehen Schwarztee, Kaffee, Alkohol und Nikotin dem Körper Vitamine. Für eine gezielte Herbstkur nehmen Sie Fertigpräparate in Tabletten- oder Pulverform. Lassen Sie sich vom Fachmann beraten, welche Kombinationen aus Vitaminen und Mineralstoffen sinnvoll sind.

Stoßweise empfiehlt sich auch die Einnahme von Vitamin C, wenn Sie bereits erkältet sind - am besten keine reine Ascorbinsäure, sondern aus der Acerolakirsche gewonnenes Vitamin C. Zitrusfrüchte kommen jetzt in großen Mengen auf den Markt. Besonders wirkungsvoll als Vitaminschub: Jeden Tag ein Glas frisch gepressten Saft aus Orangen, Grapefruit, Zitronen oder Mandarinen.

 

Mittel aus der Apotheke

Natürliche, nicht verschreibungspflichtige Mittel zur Abwehrsteigerung enthalten häufig Echinacea purpurea, den Roten Sonnenhut, oder Thuja und Eupatorium perfoliatum (Wasserhanf). Auch Ginseng- und Enzym-Präparate werden häufig empfohlen.

Bei ersten Anzeichen einer Erkältung kann die stundenweise Einnahme von homöopathischen Mitteln oft noch das Schlimmste abwenden. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten, welche Mittel dem Immunsystem beim Überwinden einer Infektion am besten helfen.

 

Grippeschutzimpfung

Jedem, der beruflich viel mit fremden Menschen zu tun hat sowie allen chronisch Kranken oder besonders anfälligen Personen wird im Herbst zu einer Grippeschutzimpfung geraten. Fragen Sie Ihren Arzt, der die Impfung dann auch auf Kosten der Krankenkasse vornehmen kann. Sie sollten zum Zeitpunkt der Impfung allerdings gesund sein. Der Schutz setzt ungefähr zwei Wochen später ein. Bedenken Sie, dass Sie die Impfung nur vor Influenza-Viren bewahren kann, nicht vor "normalen" Erkältungen oder Schnupfen!

 

Kreislauf und Stoffwechsel ankurbeln

Die vielgepriesene "Abhärtung" des Körpers erzielt man durch eine Gewöhnung an unterschiedliche Temperaturreize. Manche Mitmenschen schwören zur Anregung von Kreislauf und Blutgefäßen auf heiß-kalte Wechselduschen, andere joggen bei Wind und Wetter. Eine der angenehmsten und bequemsten Methoden - nicht nur im Herbst - ist das Saunabad.

Für Saunabäder sollte man ausreichend Zeit mitbringen. Drei Saunagänge von je 10 Minuten mit anschließender Abkühlung und Ruhephase sind am wirkungsvollsten. Die Schwitzkur ist aber nur bei stabilem Kreislauf zu empfehlen und auf keinen Fall, wenn Sie bereits erkältet sind!

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