Lexikon

Sambia

Wirtschaft und Verkehr

Sambia verfügt über günstige wirtschaftliche Ausgangsbedingungen: Es besitzt reiche Bodenschätze wie Kupfer und Kobalt, Wasserkraft sowie große landwirtschaftliche Nutzflächen, auf denen, sofern ausbleibende Regenfälle die Ernten nicht gefährden, Erträge über den Eigenbedarf hinaus produziert werden könnten. Dennoch gehört Sambia zu den Entwicklungsländern mit niedrigem Einkommen. Vor allem der Verfall der Kupferpreise Mitte der 1970er Jahre, aber auch der Fachkräftemangel und Korruption brachten Sambia in große wirtschaftliche Schwierigkeiten. Finanzhilfen und Schuldenerlass brachten bisher keine grundlegende Verbesserung der Lebensbedingungen für die Menschen, die zu fast 70% von dem leben, was die überwiegend kleinbäuerlichen Betriebe mit ihren veralteten Anbaumethoden erwirtschaften.
Im Rahmen der Armutsbekämpfung setzt die Regierung deshalb vor allem auf die Modernisierung der Landwirtschaft, die Privatisierung der Industrie (überwiegend Nahrungsmittel-, Textil- und chemische Industrie) sowie die Förderung des Tourismus.
Victoriafälle
Victoriafälle
Die Victoriafälle am Sambesi liegen im Süden von Sambia auf der Landesgrenze zu Simbabwe.
Bislang wird das touristische Potenzial mit den Victoriafällen als Hauptattraktion wegen der fehlenden Infrastruktur kaum genutzt.
Das Straßen- und Eisenbahnnetz ist überwiegend auf die Erfordernisse des Bergbaus ausgerichtet. Der Binnenstaat hat Anbindung an die Seehäfen in der Republik Südafrika, Mosambik, Tansania und Angola.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
  3. Bevölkerung
  4. Staat und Politik
  5. Wirtschaft und Verkehr
  6. Geschichte
    1. Unter britischer Herrschaft
    2. Die Ära Kaunda und die Folgen
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