Lexikon
Seevölker
altägyptische Bezeichnung für Stammesgruppen des Mittelmeerraums und Vorderen Orients, die im Gefolge der Unruhen und politischen, kulturellen und geistigen Umformungen in Mitteleuropa im 13. Jahrhundert v. Chr. (Urnenfelderzeit) in Bewegung gerieten und die Mächte und Staaten des östlichen Mittelmeerraums bedrohten (Seevölkerwanderung). Sie wurden von Merenptah 1219 v. Chr. über die Westgrenze des Niltals zurückgeschlagen und traten danach als Hilfstruppen auf ägyptischer und hethitischer Seite auf. Während der Thronwirren am Ende der 19. Dynastie wurden die Seevölker erneut aggressiv und zerstörten um 1200 v. Chr. das Hethiterreich und die Staaten der Levanteküste (Zypern, Kilikien, Nord- und Mittelsyrien). Ein erneuter Angriff auf Ägypten wurde von Ramses III. in mehreren See- und Feldschlachten abgewehrt.
Wissenschaft
„Ich hab’ das mal recherchiert“ – aber richtig
Seit einiger Zeit fallen mir in den sozialen Medien vermehrt Kommentare von Wissenschaftlern auf, die sich darüber aufregen, dass Leute „ihre eigenen Recherchen machen“. Nur wer Experte ist und einen Doktortitel in der passenden Disziplin vorzuweisen hat, dürfe sich zu einem Thema äußern. Alle anderen sollen gefälligst schweigen...
Wissenschaft
1001 Wege zum Glück
Freunde treffen oder Sport treiben: Welche Glücksstrategien haben eine solide wissenschaftliche Grundlage? von JAN SCHWENKENBECHER Glücklicher werden – das kann doch nicht so schwer sein, oder? Das Angebot an Maßnahmen zur Glückssteigerung, die online zu finden sind, ist jedenfalls groß: Lächle, mach Sport, sei dankbar, führe ein...