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LEXIKON

Seevölker

altägyptische Bezeichnung für Stammesgruppen des Mittelmeerraums und Vorderen Orients, die im Gefolge der Unruhen und politischen, kulturellen und geistigen Umformungen in Mitteleuropa im 13. Jahrhundert v. Chr. (Urnenfelderzeit) in Bewegung gerieten und die Mächte und Staaten des östlichen Mittelmeerraums bedrohten (Seevölkerwanderung). Sie wurden von Merenptah 1219 v. Chr. über die Westgrenze des Niltals zurückgeschlagen und traten danach als Hilfstruppen auf ägyptischer und hethitischer Seite auf. Während der Thronwirren am Ende der 19. Dynastie wurden die Seevölker erneut aggressiv und zerstörten um 1200 v. Chr. das Hethiterreich und die Staaten der Levanteküste (Zypern, Kilikien, Nord- und Mittelsyrien). Ein erneuter Angriff auf Ägypten wurde von Ramses III. in mehreren See- und Feldschlachten abgewehrt.
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