Lexikon
Philịster
hebräisch Pelischtimwahrscheinlich indogermanisches Volk, Gruppe der sog. Seevölker, die im Zug der Ägäischen Wanderung aus dem ägäischen Raum vertrieben wurden und über das Mittelmeer und Kleinasien in die westlichen Randgebiete des Vorderen Orients eindrangen. Sie gerieten in Konflikt mit Ägypten, wurden um 1180 v. Chr. von Ramses III. in einer Land- und Seeschlacht geschlagen und in der palästinensischen Küstenebene angesiedelt, wo sie einen Fünfstädtebund (Gaza, Askalon, Ashdod, Ekron und Gath) gründeten. Ihre Ausdehnung ins Landesinnere führte zu erbitterten Kämpfen mit den israelitischen Stämmen, die dadurch unter Saul und David zur politischen Einigung veranlasst wurden. Sie gerieten seit 734 v. Chr. unter die Herrschaft der Assyrer und gingen in der Mischbevölkerung des nach ihnen benannten Palästina auf.
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