Lexikon
Südkorea
Wirtschaft und Verkehr
Seit den 1960er Jahren hat sich Südkorea durch Importrestriktionen und staatliche Förderung vom Agrarland zu einer führenden Industrienation entwickelt. Von der Asienkrise (1997/98) hat sich das exportorientierte Land durch die Nähe zum rasch wachsenden chinesischen Markt mittlerweile erholt.
Etwa ein Fünftel der Gesamtfläche wird landwirtschaftlich genutzt, vor allem für den Anbau von Reis; daneben werden als Sonderkulturen Maulbeerbäume und Ginseng angebaut. Eine große Rolle spielt die Hochseefischerei. Die wichtigsten, noch überwiegend von Familienkonzernen kontrollierten Industriezweige sind die Elektronik-, Textil- und Chemiebranche, die Eisen- und Stahlerzeugung sowie der Schiff- und Automobilbau. Der zunehmende Fremdenverkehr, insbesondere aus Japan, bringt wichtige Deviseneinnahmen. Neben bedeutenden Kunstschätzen und reizvollen Naturlandschaften ziehen auch die Strände im Süden Besucher ins Land.
Kernstücke des dichten und gut ausgebauten Verkehrsnetzes sind die Autobahn und die für Hochgeschwindigkeitszüge ausgebaute Eisenbahntrasse zwischen der Hauptstadt Seoul und der Hafenstadt Busan.
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