Lexikon

Südkorea

Politische Liberalisierung

Innenpolitischer Druck erzwang 1987 die Wiedereinführung der Direktwahl des Präsidenten. Unter dem seit 1988 regierenden Roh Tae Woo setzte eine politische Liberalisierung ein. Die Präsidentschaftswahlen 1992 gewann der Oppositionspolitiker Kim Young Sam. Er veranlasste die juristische Aufarbeitung des Massakers von Gwangju. Die umstrittene „Sonnenscheinpolitik“ seines Amtsnachfolgers Kim Dae Jung, eines jahrzehntelang verfolgten Dissidenten, setzte auf eine vorsichtige Annäherung an Nordkorea. 2000 erhielt er dafür den Friedensnobelpreis. 2002 wurde der liberale Roh Moo Hyun zum neuen Präsidenten gewählt. Ein Amtsenthebungsverfahren (u. a. wegen Verstoßes gegen Wahlgesetze) gegen ihn scheiterte 2004 vor dem Verfassungsgericht. Im innerkoreanischen Verhältnis zeigte sich Roh Moo Hyun um eine Fortsetzung der Annäherungspolitik bemüht. Dabei beteiligte sich Südkorea an den internationalen Verhandlungen über die Einstellung des nordkoreanischen Nuklearprogramms. In der südkoreanischen Innenpolitik standen für die Regierung die Verstetigung des Wirtschaftswachstums sowie die Bekämpfung der Korruption im Vordergrund. Aus den Präsidentschaftswahlen 2007 ging mit Lee Myung Bak der Kandidat der oppositionellen Großen Nationalpartei als Sieger hervor. Diese konnte bei den anschließenden Parlamentswahlen die absolute Mehrheit der Mandate gewinnen.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
  3. Bevölkerung
  4. Staat und Politik
  5. Wirtschaft und Verkehr
  6. Geschichte
    1. Autoritäre Regime
    2. Politische Liberalisierung
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