Lexikon
Tọnus
[
griechisch, „Spannung“
]ein Spannungs- oder Aktivitätszustand; bei Muskeln (Muskeltonus) ein Zustand dauernder Verkürzung in Form des Ruhetonus, hervorgerufen durch Reize des Kleinhirns. Er kann nur bei Schlaf oder Narkose aufgehoben werden. Der Ruhetonus bei Skelettmuskeln (kontraktiler Tonus) ist mit Energieaufwand und dauernd einlaufenden Nervenimpulsen verbunden. Trage- und Sperrmuskeln können ohne Energiezufuhr durch Umordnung im Muskel einen Spannungszustand über längere Zeit aufrechterhalten (plastischer Tonus), energieverbrauchend ist die Tonusänderung (z. B. bei der glatten Gefäßmuskulatur). Die durch Zusammenwirken von Vagus und Sympathikus (vegetatives Nervensystem) eingestellten Aktivitätszustände des Körpers bezeichnet man als Vagotonus bzw. Sympathicotonus.
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