Lexikon
Volkskirche
die überwiegende Form des kirchlichen Lebens in Deutschland u. a. westeuropäischen sowie den skandinavischen Ländern, während sich z. B. in den USA die Freikirche von Anfang an durchgesetzt hat. Der Begriff der Volkskirche ist insofern unscharf, als nicht alle Glieder eines Volks durch Geburt zur Kirche gehören, sondern nur die Getauften. Die enge Verbindung zwischen Kirche und Staat (Staatskirche und Territorialkirche) führte dazu, dass bis heute die überwiegende Mehrheit des Volks zur Kirche gehört. Seit 1918 gibt es in Deutschland keine Staatskirche mehr, die Volkskirche aber blieb erhalten. Trotz des gesellschaftlichen Pluralismus und der konfessionellen Spaltung bietet die Volkskirche weiter Möglichkeiten, durch die öffentliche Religionsausübung auf die Meinungsbildung, durch Fühlungnahme mit Regierungen und Parteien auf Gesetzgebung und Gestaltung des sozialen Lebens im christlichen Sinn einzuwirken. Kirchliche Handlungen und Sitten (Taufe, Konfirmation, Trauung, Begräbnis) prägen vielfach noch das Volksleben trotz des Rückgangs der Zahl praktizierender Kirchenmitglieder. Durch neue Formen der Aktivität sucht die Volkskirche Auftrag und Verantwortung im Volksleben wahrzunehmen (z. B. durch Denkschriften, Hirtenbriefe, Akademietagungen).
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KI wandelt Gedanken in Sprache um
Neue Gehirn-Computer-Schnittstellen sollen es Menschen mit Sprachlähmung ermöglichen, nahezu in Echtzeit zu kommunizieren. Bisher haben Menschen, die durch einen Schlaganfall oder durch Krankheiten wie Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) nicht mehr sprechen können, nur sehr begrenzte Möglichkeiten, mit ihrer Außenwelt zu...
Wissenschaft
Der Glaube ans Wasserklosett
„Glauben heißt nichts wissen“, wie mir mein ungläubiger Vater in den 1950er-Jahren eingehämmert hat, als seine Verärgerung über die christlichen Kirchen zunahm, deren Vertreter damals wie heute lieber die Hände falten und beten, statt die Ärmel aufzukrempeln und zu helfen. Wobei jedem auffallen wird, dass die Betenden ihr Gesicht...