Lexikon

Zahlungsbilanz

Gegenüberstellung sämtlicher Zahlungsforderungen und -verpflichtungen zwischen In- und Ausland für einen bestimmten Zeitraum (meist ein Jahr); ermöglicht ein Urteil über die außenwirtschaftliche Situation. Die Zahlungsbilanz setzt sich aus den Werten der Leistungsbilanz (Handelsbilanz und Dienstleistungsbilanz), der Kapitalbilanz (kurz- und langfristiger Kapitalverkehr) und den Übertragungen (Gegenbuchungen zu unentgeltlichen Güter- und Kapitalbewegungen) zusammen. Die Zahlungsbilanz ist aus buchhalterischen Gründen (doppelte Verbuchung jeder Transaktion) stets ausgeglichen. Die Ausdrücke aktive und passive Zahlungsbilanz, die häufig verwendet werden, sind insofern irreführend. Spricht man von aktiver oder passiver Zahlungsbilanz, so bezieht sich das im Allgemeinen auf die Devisenbilanz und bedeutet, dass die Währungsreserven der Volkswirtschaft in der betrachteten Periode zu- bzw. abgenommen haben.
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