Lexikon
Zentrum gegen Vertreibungen
vom Bund der Vertriebenen 2000 gegründete Stiftung mit dem Ziel, in Berlin eine Stätte zur Dokumentation des Schicksals der deutschen Deportations- und Vertreibungsopfer im 20. Jahrhundert zu schaffen. Gleichzeitig soll auch die Vertreibung von und der Genozid an anderen, insbesondere europäischen Völkern dokumentiert werden. Die Planungen riefen im In- und Ausland Kritik hervor. Es wurde u. a. die Gefahr einer Relativierung bzw. Verharmlosung der Schuld des NS-Regimes an den Vertreibungen in Europa gesehen. Insbesondere in Polen stieß das Vorhaben auf Widerstand. 2008 beschloss der Bundestag die Errichtung der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ mit dem Zweck, eine Ausstellungs- und Dokumentationsstätte zur Vertreibungsthematik im Deutschlandhaus am Anhalter Bahnhof zu realisieren. Über die mögliche Entsendung von Erika Steinbach, Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, in den Stiftungsrat kam es in der Folgezeit – auf Grund polnischer Vorbehalte – zu innenpolitischen Streitigkeiten.
Wissenschaft
Reisen zu Dunklen Orten
Immer mehr Menschen besuchen Schauplätze von Kriegen, Völkermorden oder Naturkatastrophen. Die Gründe für diesen „Dunklen Tourismus“ sind vielschichtig. von MANUELA RASSAUS Die verseuchte Ruine der Nuklearkatastrophe von Fukushima, das Haus des „Hollywood-Mörders“ Charles Manson, die Killing Fields von Kambodscha – düstere...
Wissenschaft
Lebensrettende Back-Story
Flatulenzen und Späße rund um den Darmausgang sind bei uns Menschen seit jeher sehr beliebt. Und das nicht erst, seit der Kunstfurzer Joseph Pujol Anfang des 20. Jahrhunderts im Moulin Rouge in Paris als Le Pétomane Karriere machte und astronomische Summen verdiente, weil er die Marseillaise flatulieren konnte. Schon beim...